Lieblingsbücher: „Im Käfig der Angst“

Heute habe ich eine Autobiographie zu einer ernsten Thematik für euch. Sie hat mich aber unheimlich bewegt, sodass ich es auf jeden Fall allen angehenden und bereits aktiven Pastoren und Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern in der Gemeinde bspw. in der Diakonie, aber auch in der Kinder- und Jugendarbeit ans Herz legen möchte: „Im Käfig der Angst“ von Ille Ochs (die Schwester von dem bekannten christlichen Liedermacher Peter Strauch).

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Foto: https://www.scm-shop.de/im-kaefig-der-angst.html

Als Kind wurde Ille Ochs von ihrem Vater, einem beliebten Pastor, missbraucht. Jahrelang verdrängt sie das Geschehen völlig, wird aber immer wieder von Depressionen und Ängsten durch ihre Jugendzeit begleitet. Erst nach und nach realisiert sie, was damals geschah und setzt damit einen Bewältigungs- und Vergebungsprozess in Gang. Die Autorin will mit ihrer Autobiografie auf die Situation von Missbrauchsopfern aufmerksam machen und Betroffenen und Angehörigen Hilfe anbieten.

In der Autobiografie von Ille Ochs geht es nicht um Hetze gegen ihren mittlerweile verstorbenen Vater. Mich berührt es ungemein wie sie es schafft, die positiven und negativen Seiten an ihm zu zeichnen. Trotz allem gibt es sie – die Bilder einer unbeschwerten Kindheit und auf der anderen Seite die Szenen der Ängste und Schuldgefühle, die sie nicht einordnen kann und die sie verwirren. Mit leisen Zwischentönen malt Ille Ochs ihre Geschichte auf die Leinwand.

Dabei öffnet sie dem Leser ihr Herz und lässt ihn tief in sich hineinblicken. Gleichzeitig versteht sie es aber auch, Grenzen zu ziehen. Sie erzählt nicht alles, deutet manches nur an, sagt auch mal ganz klar, dass es für sie zu weit geht über etwas noch detaillierter zu berichten. Und doch bleibt das Buch dabei nicht an der Oberfläche, sondern geht auch in die Tiefe.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt: 1. Im Käfig meiner Angst, 2. Flügelschläge, 3. Flug in die Freiheit, 4. Wachsende Flügel. Die Überschriften der vier Abschnitte lassen erahnen, dass sie mit dem Bild Vogels im Käfig, der dann seinen ersten Flug unternimmt, ihre Entwicklung beschreibt.

Für mich war besonders der letzte Abschnitt interessant. Darin beschreibt sie ihre Ausbildung und heutige Arbeit als Tanzsoziotherapeutin. Ihre Erkenntnisse aus der Ausbildung und Arbeit lassen sich auch auf andere Teile des Lebens übertragen. Ich fand daher gerade auch den letzten Teil sehr interessant und hilfreich für mich.

Das Schreibstil ist flüssig geschrieben, es ist auch nicht zu düster geschrieben, aber es ist dennoch ein Buch, das nachdenklich stimmt und der ernsten Thematik mehr als gerecht wird. Als angehende Pastorin fand ich das Buch für mich und meine zukünftige Arbeit als sehr hilfreich und es hat mich tief berührt. Das Buch ist daher für alle zu empfehlen, die sich näher mit der Thematik beschäftigen wollen.

Ille Ochs. „Im Käfig meiner Angst“. Gebunden. 2016. 256 Seiten. 16,95 EUR. Das Buch kann hier gekauft werden: www.scm-shop.de

Gib niemals auf

Mauer mit Fenster
Foto: J. Mueller/nachgedachtblog

Jahrelang saß er schon am Straßenrand – Tag ein, Tag aus. Die Leute kannten ihn. Jedes Mal wenn sie in die Stadt kamen oder es verließen, sahen sie ihn. Den Blinden. Manche gaben ihm etwas zu essen oder Geld. Viele gingen aber auch nur ganz schnell vorüber. In ihren Augen musste er schwer gesündigt haben, weil er so krank war und da war es für die eigene Seelengesundheit besser, wenn man ihn ignorierte. Wer weiß – vielleicht war ja Sünde ansteckend?

Eines Tages hörte er lautes Reden und Rufen. Viele Menschen kamen den Weg entlang. Immer wieder hörte er dabei einen Namen: Jesus von Nazareth. Diesen Namen kannte er. Das war doch dieser Rabbiner und Heiler, der so vielen Menschen schon geholfen hatte?! War er etwa da und konnte auch ihm helfen?

Hoffnung keimte in ihm auf. Er wollte Jesus auf sich aufmerksam machen und begann  laut zu schreien: „Jesus, Du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“ Immer und immer wieder schrie er diesen Satz so laut er konnte. Er wollte, dass Jesus in diesem Lärm ihn hörte und wahrnahm.

Sein Schreien war penetrant und es war unangenehm – eine Situation zum Fremdschämen. Da saß dieser Blinde, dieser Sünder, und schrie sich die Seele aus dem Leib. Und so fuhren ihn die Ersten an: „Jetzt sei doch endlich still! Halt die Klappe! Siehst Du nicht, dass Du störst?“ Doch der blinde Bartimäus ließ sich nicht davon beirren. Er schrie weiter und wurde sogar noch lauter.

Da blieb Jesus stehen und bat die Umstehenden, ihn herzuholen. Bartimäus stand auf, kam zu ihm und warf sich vor ihm nieder. Und Jesus fragte ihn: „Was soll ich für Dich tun?“ „Lehrer, ich will ich endlich sehen können“, antwortete Bartimäus. Jesus belohnte diesen Glauben und heilte ihn.

Ich mag diese Geschichte von Bartimäus und sie fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Da sitzt dieser Blinde auf den Trümmern der Vergangenheit. Jericho wurde im Lauf der Jahrtausende immer wieder neu aufgebaut. Als sie das erste Mal in der Bibel erwähnt wird, bricht die ganze Stadt gleich in sich zusammen. Bartimäus sitzt hier also buchstäblich auf den Trümmern der Vergangenheit – vielleicht auch seiner eigenen.

Und  doch hat er immer noch Hoffnung – die Hoffnung auf ein neues Leben durch Jesus. Er hätte, als er die vielen Menschen hörte, resignieren können. Wie sollte er diese Menschenmenge übertönen? Aber dieser Gedanke kam ihm anscheinend nicht, denn er fing an zu richtig penetrant zu schreien, um Jesus auf sich aufmerksam zu machen. Das war kein schüchternes Anschleichen an Jesus so wie bei der blutflüssigen Frau, sondern das war ein nicht zu überhörender Hilfeschrei, den Bartimäus da losließ.

Und auch als die anderen Menschen ihn anfuhren, er solle doch gefälligst still sein, da ließ er sich nicht davon beirren, sondern blieb hartnäckig dabei und wurde sogar noch lauter. Das bewundere ich. Und diese Beharrlichkeit brachte ihm den gewünschten Erfolg. Jesus hörte und heilte ihn.

Manchmal ergeht es uns ähnlich wie Bartimäus. Man hat einen großen Wunsch vor Augen und doch scheint die Erfüllung dieses Wunsches weit entfernt zu sein. Manchmal sorgen auch die Menschen in unserem Umfeld dafür, dass wir am liebsten aufgeben wollen. Die Geschichte von Bartimäus macht Mut, nicht aufzugeben, sondern dranzubleiben – egal, was die Anderen von einem denken mögen. Gib niemals auf!

Britt-Marie war bei mir

u1_978-3-8105-2411-9-56703803Britt-Marie hat sich frisch von ihrem Mann getrennt. Als sie feststellt, dass sie nicht eines Tages tot in ihrer Wohnung aufgefunden werden möchte, ohne dass sie von jemandem vermisst wird, begibt sie sich auf Stellensuche. Das Arbeitsamt vermittelt ihr eine Hausmeisterstelle im Jugendzentrum von Borg, einem kleinen, aussterbenden Kaff. Mit ihrer verschrobenen Art stellt sie bald das Dorf auf den Kopf.

Da ich Frederik Backmans andere Bücher gelesen habe, musste ich einfach auch dieses Buch lesen. Und wieder ist es ihm gelungen, mich zu fesseln und zum Lachen zu bringen. Sein Schreibstil ist ungewöhnlich. Die Sätze sind kurz, die Kapitel dafür lang. Ich gebe zu, dass mich dieses Mal sein Schreibstil etwas gelangweilt hat. Zu oft wurden mir manche Dinge wiederholt. Das war teilweise etwas nervig. Andererseits unterstreicht er damit die gewöhnungsbedürftigen Charaktereigenschaften von Britt-Marie, die durch das ganze Buch erhalten bleiben.

Wie auch in seinen anderen Büchern sind seine Charaktere außergewöhnlich und teilweise auch sperrig. Im realen Leben würde ich jemand wie Britt-Marie meiden. Sie wäre mir zu anstrengend. Hier im Buch habe ich sie liebengelernt. Ja, sie ist unbequem, aber sorgt gerade dadurch für komische Situationen, die mich zum Lachen brachten. Ihre Veränderung – insbesondere was das Zulassen von Gefühlen angeht – hat mich berührt. Auch ihre Geschichte. Auch die meisten anderen Charaktere waren für mich liebevoll gezeichnet und ich konnte sie schnell ins Herz schließen.

Ins Nachdenken gebracht haben mich dann einige Sätze, die der Autor insbesondere gegen Ende einfließen lässt. So zum Beispiel: „Denn wenn wir den Menschen, die wir lieben, nicht verzeihen, wer bleibt dann noch? Was ist Liebe, wenn sie nicht bedeutet, unsere geliebten Menschen zu lieben, gerade wenn sie es nicht verdienen?“ (S. 336)

Als Fazit bleibt mir zu sagen: Britt-Marie war hier bei mir und hat sich definitiv in mein Herz geschlichen. Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die lustige, aber auch tiefsinnige Geschichten mögen.

„Britt-Marie war hier“, Fischer Krüger Verlag, 2016, ISBN 978-3-8105-2411-9, 384 S. gebunden mit Schutzumschlag, 19,99 EUR. Das Buch kann hier gekauft werden: http://www.fischerverlage.de/buch/britt-marie_war_hier/9783810524119

Veränderung ist möglich

So Klausuren und Sommerurlaub sind vorbei, da kann ich dann hier wieder durchstarten mit neuen Beiträgen. Heute möchte ich euch mal auf den aktuellen Stand bringen, was sich bei mir so in den letzten 8 Wochen verändert hat.

Ich war schon immer ein Sportmuffel und Sportlegastheniker. Es fiel mir immer schon schwer mit meinen Klassenkameraden im Sportunterricht Schritt zu halten. Und da ich im Sportunterricht regelmäßig für meine Unsportlichkeit irgendwelche Sprüche gedrückt bekam, hörte ich nach der Schule komplett damit auf. Ich begann sehr stark zuzunehmen. Ich unternahm zwar immer wieder irgendwelche Anläufe, um abzunehmen. So meldete ich mich bspw. in einem teuren Fitnessstudio an, aber nach 2-4 Wochen hörte ich damit wieder auf. Auch Weight Watchers probierte ich aus – ohne Erfolg (ich  nahm eher zu als ab).

Im Juni reichte es mir dann: Mir war es einfach nur noch peinlich, dass ich bei einer langsamen Spazierrunde um den Zeltplatz (ca. 1,7 km) schon völlig aus der Puste war. Für meinen zukünftigen Beruf brauche ich ein gewisses Maß an Fitness und da musste ich so langsam aber sicher was tun.

Ich hatte in diesem Jahr „The biggest Loser“ auf Sat1 verfolgt und die Abnehmerfolge der Kandidaten beeindruckten mich sehr. Tja, und dann sah ich, wie eine Facebookfreundin von mir sich zum „Last Minute Summer Workout“ von Mareike Spaleck anmeldete. Mareike kannte ich von der diesjährigen „The biggest loser“-Staffel als Coach und ich dachte mir nur: „Wenn sie es geschafft hat, ihre Kandidaten fit zu machen, dann schafft sie das auch bei mir.“ Und da der Kurs nur 9,90 € kostete, meldete ich mich an. Das war der Startpunkt für ein neues Leben. Seitdem hat sich Vieles bei mir verändert:

Vorher-Nachher-10kg-Feb-Aug
Foto: K. Mueller / nachgedachtblog
  1. Ich habe in den acht Wochen 7 kg verloren und damit seit Februar insgesamt 10 kg. So eine große Abnahme – vor allem über den Zeitraum von einem halben Jahr – hatte ich bisher nicht geschafft.
  2. Ich habe mich mental verändert und nun mehr Disziplin und einen größeren Durchhaltewillen. Ich hatte zu Beginn der Woche 4 auf einmal eine Zunahme von 4 kg – und das von einer Woche zur nächsten ohne dass ich „gesündigt“ hätte. Normalerweise hätte ich sonst aufgegeben, aber ich habe einfach weitergemacht und hatte nach drei Wochen Urlaub auf einmal 5kg weniger.
  3. Ich ernähre mich bewusster: Ja, ich gönne mir noch was – bspw. in Form von Pizza oder Nachtisch. Aber ich esse inzwischen viel mehr Gemüse und Obst und Ungesundes habe ich reduziert: statt 3-4 Stück Kuchen sind es nur noch 1-2 Stück, wenn ich mal irgendwo eingeladen bin. Statt einem Riesenvorrat an Yoghuretten, habe ich nur noch eine Tafel dunkler Schokolade da und da ich die überhaupt nicht mag, reichen mir bei Heißhunger auf Schoggi nur 1-2 Stück, während ich früher locker eine große Packung Yoghurette gegessen habe. Wenn ich früher einkaufen ging, dann konnte ich nicht anders als Süßigkeiten zu kaufen. Mittlerweile halte ich mich so lange bei Obst und Gemüse auf, dass ich gar keine Zeit und Lust mehr habe, noch bei den Süßigkeitenregalen vorbeizuschauen.
  4. Ich freue mich über sportliche Herausforderungen. Im Urlaub habe ich zum Beispiel eine Wanderung über ca. 10 km mit einem Höhenunterschied von 430m mit meinem Vater unternommen. Noch vor einem Jahr hätte ich das nicht gemacht – mir auch gar nicht zugetraut. Vor zwei Wochen bin ich mit den anderen Teilnehmern einer Jugendsingwoche insgesamt 16 km mit dem Fahrrad gefahren – so eine Distanz noch dazu in einer Gruppe hätte ich noch vor wenigen Wochen nicht gewagt. Gestern war ich beim Badminton und morgen habe ich vor, das neue Programm „Kraftakt“ auszuprobieren und später bei Basketball vorbeizuschauen – aufgrund meiner Mobbingerfahrung im Sportunterricht bedeutet insbesondere Mannschaftssport eine große Überwindung für mich, aber ich habe es dennoch versucht und werde es morgen versuchen und an Badminton bleibe ich definitiv dran – auch wenn mir danach die Schulter höllisch weh getan hat.

Jemand schrieb mir auf Facebook, dass das Schwierigste am Abnehmen sei, dranzubleiben. Das stimmt. Die Disziplin ist echt schwierig und immer noch eine Herausforderung. Aber wenn man sein Leben verändern möchte, dann muss zuerst eine Veränderung der Denkweise her und diese Veränderung bekomme ich an jedem Tag an dem ich mich nicht bewegt habe oder bei jedem Einkauf im Supermarkt zu spüren.

Dabei hat mir auch die Facebookgruppe geholfen, die zu den Programmen von Mareike und Siggi Spaleck dazu gehört. Die Fotos von den Einkaufswägen der anderen MitstreiterInnen des Last Minute Summer Workouts, die nur mit gesunden Zutaten gefüllt  waren, waren für mich der Anstoß dazu, ebenfalls die Süßigkeiten wegzulassen und nur noch Gesundes einzukaufen und auch in der Mensa lieber mehr an Salat und Gemüse zu essen. Wenn ich täglich auf Facebook bei den Anderen sehe, dass sie sich ebenso anstrengen und welche Erfolge sie schon aufzeigen können, dann motiviert mich das unheimlich und hilft mir, dranzubleiben.

Jedes Programm von SPA up your life von Mareike und Siggi Spaleck endet nach 4 Wochen. Da es kein Abo ist, muss ich mir jeden Monat neu bewusst überlegen, ob ich weitermachen oder aufhören will. Diese bewusste Entscheidung hilft mir, dranzubleiben. Ich bin daher froh, dass es kein Abo ist, sondern dass ich immer wieder herausgefordert werde, meine Entscheidung zu überdenken und neu zu treffen. Mit jedem neuen Programm kann ich mir zudem neue Ziele stecken: seien es Abnehmziele oder was meine Fitness angeht. Das ist dann immer eine zusätzliche Motivation und hilft mir enorm dabei, dranzubleiben.

Neulich hatte Siggi Spaleck in unserer Facebookgruppe ein Video von Sportlern gepostet, die alle irgendein Handicap hatten – bspw. fehlende Gliedmaßen. Es war wirklich beeindruckend zu sehen wie ein Sportler, der nur einen Arm hatte, mit diesem Arm irre schwere Gewichte gestemmt hat. Wenn für diese Sportler ihr Handicap kein Hindernis und keine Entschuldigung dafür ist, keinen Sport zu machen, dann habe ich als gesunde, junge Frau erst recht keine Entschuldigung dafür, keinen Sport zu machen.

Ich kenne mittlerweile viele Entschuldigungen, weshalb ich keinen Sport machen kann: zu müde, Kopfschmerzen, Fuß verknackst, keine Zeit usw. usw. Ich habe in diesen acht Wochen gelernt: 1. Man muss auch mal hart zu sich selbst sein, wenn man sein Leben verändern möchte, 2. der Weg ist das Ziel und 3. Aufgeben ist keine Option.

Was meine ich damit? Die alten Gewohnheiten sind so sehr eingefahren, dass es echt schwer ist, sie zu ändern. Wie oft habe ich mich durch Müdigkeit, Kopfschmerzen usw. früher vom Sport abhalten lassen. Mir war jede Ausrede recht. Und es ist auch jetzt noch teilweise schwer für mich, mich dann zum Sport zu motivieren. Aber ich sage mir dann: „Ich versuche jetzt trotzdem“ und ziehe mein Sportprogramm dann durch. Es gibt eben keine Entschuldigungen mehr – selbst wenn ich mir den Fuß verknackst habe. Dann werden eben andere Übungen gemacht, aber ich mache trotzdem Sport. Und ich merke wie dadurch Stück für Stück der innere Schweinehund leiser wird.

Natürlich gab es in diesen acht Wochen auch mal Tage in denen ich in alte Verhaltensmuster zurückgefallen bin. Aber da kommen für mich 2. und 3. ins Spiel. Ich befinde mich auf dem Weg „Leben verändern“ und solange ich da nicht aufgebe, habe ich das Ziel schon erreicht, denn über kurz oder lang werde ich dann auch das Ziel „Wunschgewicht“ erreichen. Ich hatte mir früher immer mein Wunschgewicht als Ziel gesetzt und habe nicht durchgehalten, weil einfach der Weg dahin echt mühsam ist. Mehr als 30 kg abzunehmen, schafft man nicht so einfach von heute auf morgen. Da sind viele Aufs und Abs damit verbunden. Heute setze ich mir das Ziel „der Weg dahin“. Und jeder Tag, an dem ich mein neues Leben lebe und neue Verhaltensmuster einstudiere, ist ein Erfolg.

Daher ist Aufgeben für mich keine Option. Selbst wenn ich mal in alte Verhaltensmuster zurückfalle und scheitere, ist das Schlimmste, was ich in dieser Situation tun könnte, aufzugeben und wieder in das alte Leben zurück zu kehren. Damit wäre der gesamte bisherige Erfolg tatsächlich hinüber.

Wie lernt ein Kind Laufen? Indem es aufsteht, zwei Schritte läuft, hinfällt und wieder aufsteht und wieder ein paar Schritte läuft. Wenn ein Kind gleich beim ersten Hinfallen aufhören würde zu laufen, würde es das nie lernen, aber indem es nicht aufgibt, sondern es immer wieder von Neuem versucht, kann es irgendwann laufen. Deshalb: Aufgeben ist keine Option! Immer weitermachen!🙂

Und wer sagt: Ich möchte auch mein Leben verändern und gesünder leben, dem kann ich das Programm von Mareike und Siggi nur weiter empfehlen. Morgen beginnt „Kraftakt“ – das neue Sportprogramm im Rahmen von „SPA up your life“. Wenn ihr euch daher etwas Gutes tun wollt, dann macht doch mit für vier Wochen! Hier erfahrt ihr mehr darüber: http://www.spa-me.de/kraftakt/

Lieblingsbücher: Bei Anruf Herzklopfen

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Heute habe ich für alle Leseratten unter euch die perfekte Strandlektüre für euren Urlaub: „Bei Anruf Herzklopfen“ von Lorna Seilstad. Und darum gehts: Viel zu früh muss die junge Hannah Gregory Verantwortung für ihre beiden jüngeren Schwestern übernehmen und sich von ihrem Traumberuf als Anwältin verabschieden. Um ihr Überleben zu sichern, bewirbt sie sich um eine Stelle als Telefonistin. Als ihr Elternhaus versteigert wird, lernt sie den jungen Anwalt Lincoln Cole kennen. Er hat Mitleid mit den drei Schwestern und beginnt, sich für sie einzusetzen und sie zu unterstützen. Dies stößt bei Hannah zunächst auf wenig Gegenliebe, hat er sie doch aus ihrem Elternhaus vertrieben. Doch als ihr Jugendfreund in große Schwierigkeiten gerät, bittet sie Lincoln um seine Hilfe als Rechtsbeistand…

Das Buch hat mich positiv überrascht. Normalerweise stehe ich mit christlichen Liebesgeschichten etwas auf Kriegsfuß, da mir der christliche Glaube oft als etwas aufgesetzt und nicht authentisch in diesen Romanen erscheint. Hier fügt er sich aber wunderbar in die Geschichte ein.

Die Geschichte ist spannend und fesselnd erzählt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, wie es mit Hannah und Lincoln weitergeht. Alle Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und auch die Nebencharaktere wie bspw. Hannahs Schwestern waren für mich sehr interessant. Gut fand ich es auch, dass ihre Gedankengänge aufgezeigt wurden.

Interessant waren für mich auch die Einblicke in die damalige Zeit. Ich kannte den Beruf der Telefonistin aus diversen Filmen, konnte aber mit dem Beruf und den Aufgaben einer Telefonistin wenig anfangen. Das Buch hat dies nun geändert.

Das Buch ist insgesamt eine lockere und leicht zu lesende Lektüre für zwischendurch und allen zu empfehlen, die christliche Liebesromane mit einer Prise Humor mögen.

Erwerben könnt ihr das Buch bei Gerth Medien.

Lieblingsbücher: Leben. Lieben. Leiten

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Ich habe heute ein Buch beendet, das mich wirklich gefesselt und begeistert hat und das ich euch nur wärmstens weiter empfehlen möchte:

Brian Houston ist der Begründer der weltweit bekannten Hillsong Church. In seinem Buch erzählt er von der Gründung und Entwicklung seiner Kirche, aber auch von seiner persönlichen Reise auf dem Weg des Glaubens. Gemeinsam mit seiner Gemeinde hat er Höhen und Tiefen erlebt und lässt seine Leser daran teilhaben. Dabei benutzt er seine eigenen Erfahrungen, um wichtige Weisheiten weiterzugeben. Dabei lässt er den Leser an seiner Liebe zu Jesus und an seinem tiefen Glauben teilhaben.

Mich hat das Buch berührt, gefesselt und sehr begeistert. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Bisher hatte ich – hauptsächlich von christlichen Musikkritikern – viel Negatives über die Hillsong Church gehört. Ich wollte mir daher mein eigenes Bild machen. Dieses Buch hat mein Bild von Hillsong komplett verändert. Ich erlebte darin einen Gemeindegründer mit einer Vision, der Mut macht, sein Leben Gott ganz und gar zu übergeben und ernst mit Gott zu machen.

Der Schreibstil ist sehr lebendig und die geistlichen Gedanken werden durch die zahlreichen autobiografischen Geschichten aufgelockert. Dadurch war das Buch für mich spannend zu lesen und ich konnte es nur schwer aus der Hand legen.

Ich werde es auf jeden Fall mal wieder lesen und kann es jedem nur weiterempfehlen, der gerne mehr über Hillsong erfahren und/oder in seinem Leben aufgebaut und ermutigt, aber auch herausgefordert werden möchte.

Wenn euch das Buch interessiert, könnt ihr es auf der Website von Gerth Medien bestellen.

Gottes Reset-Taste

Urlaub St.-Peter-Ording
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Neulich hat mein eBook-Reader gehakt. Nichts ging mehr. Egal was ich auch versuchte – er reagierte einfach nicht. Nicht einmal der Ein- und Ausschaltknopf funktionierte mehr. Erst als ich den Reader in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzte, ging er wieder.

Heute habe ich einen Bibeltext gelesen, der mich an diese Situation mit dem Reader erinnert hat:

„So wie der Tod durch einen Menschen – Adam – in die Welt kam, hat nun durch einen anderen Menschen – Christus – die Auferstehung von den Toten begonnen.“ (1. Korinther 15,21 Neues Leben)

Unsere Welt war mal perfekt: Kein Tod, kein Leid, kein Streit, nichts Böses. Alles war gut. Doch Adam und Eva vermasselten alles und dadurch wurde unsere Welt so wie sie heute ist: chaotisch, gefüllt mit Leid, Krankheiten, Tod, Kriegen usw.

Aber Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht schon einen Alternativplan gehabt hätte. Durch seinen Sohn Jesus drückte er im übertragenen Sinn die Reset-Taste und begann damit, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Gott hat verheißen, dass er eines Tages wiederkommen und alles neu machen wird. Dann wird auch der Tod endgültig vernichtet sein. Die Auferstehung Jesu hat dies erst möglich gemacht und ist damit ein Vorgeschmack dessen, was bei der Wiederkunft Jesu passieren wird: Alle Gläubigen, die bereits verstorben sind, werden von den Toten auferstehen und zusammen mit den lebenden Gläubigen in den Himmel kommen.

Mir zeigt dieser Text in der Bibel, dass es nichts gibt, was Gott nicht wieder rückgängig machen kann. Durch Christus drückt er auf die Reset-Taste und stellt den ursprünglichen Zustand wieder her. Das bedeutet auch für mein Leben: Bei Gott gibt es einen Neuanfang, auch wenn alles aussichtslos zu sein scheint. Bei ihm ist es nie zu spät für einen Neubeginn – egal, was man auch getan haben mag, Gott vergibt gerne!

„Wo ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und die Missetaten seines Volkes verzeiht? Der nicht für immer an seinem Zorn festhält, sondern der sich freut, wenn er barmherzig sein kann? Er wird sich wieder über uns erbarmen, alle unsere Sünden zertreten und alle unsere Verfehlungen ins tiefe Meer werfen!“ (Micha 7,18+19 Neues Leben)