Wer ist dein Vorbild?

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich über das Zeugnis geschrieben, das Timotheus von Paulus erhielt. Heute möchte ich darüber nachdenken, was Timotheus eigentlich getan hat, um so eine gute Beurteilung zu erhalten.

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Foto: http://www.helenesouza.com / PIXELIO

„Aber du hast dich an das gehalten, was ich gelehrt habe, Timotheus, und hast dir die Art, wie ich lebe, und meine Ziele zu Eigen gemacht. An meinem Glauben, meiner Geduld und meiner Liebe hast du dir ebenso ein Beispiel genommen wie an meinem Durchhalten im Leiden.“ (2. Timotheus 3,10 Neues Leben)

Timotheus hat sich Paulus zum Vorbild genommen. Er hat ihn nicht nur auf seinen Reisen begleitet, sondern hat den paulinischen Lebensstil, Glauben und einzelne Charaktereigenschaften auf sein eigenes Leben übertragen.

Als ich noch ein Teenie war, hörte ich in meiner Gemeinde immer wieder: „Wähle Dir sorgfältig Deine Vorbilder aus!“ Aber woran erkennt man gute Vorbilder? Selbst wenn man sich näher mit dem Leben von großen Persönlichkeiten beschäftigt, dann wird man feststellen, dass auch da nicht alles Gold ist was glänzt. D. h. selbst eine Person, die in Vielem ein Vorbild sein kann, wird irgendwelche dunklen Flecken auf der reinen Weste und Bereiche in seinem Leben haben, die nicht zum guten Vorbild taugen. Und auch Paulus hatte wohl seine Macken, wenn ich so daran denke wie hart er mit seinem Kumpel Barnabas und dem ängstlichen Markus umging.

Timotheus hat sich aber hier an den guten und nachahmenswerten Eigenschaften von Paulus orientiert und hat sein Leben danach ausgerichtet. Er hat das Gute behalten und hat das auf sein Leben übertragen. Damit zeigt Timotheus ein weises Verhalten – er vergöttert Paulus nicht und ist dann enttäuscht, wenn sich Paulus nicht so verhält wie er es gerne hätte, sondern er studiert ihn quasi und nimmt sich dann die positiven Eigenschaften zum Vorbild.

Oft erlebe ich das anders. Da sind die Leute total begeistert von einem Star, von einem Politiker oder sogar von einem Pastor. Aber sobald diese Person sich nicht so verhält, wie es die Fans gerne hätten, kommt es zum Shitstorm, das Gute ist vergessen und die Person gilt möglicherweise als schlechtes Vorbild. Von Timotheus können wir lernen, dass die Suche nach Vorbildern nicht bedeutet, dass man Fan von irgendjemandem wird, sondern dass man das Leben und den Charakter einer Person studiert – sich damit gezielt auseinandersetzt – und dann das Gute auf sein Leben überträgt und das Schlechte vielleicht sogar als Warnung nimmt.

Welche Vorbilder hast Du? Was ist Dir bei Vorbildern wichtig?

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