Gutes tun und Gottvertrauen

1. Ausflug Velebit
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Ich habe in den vergangenen Tagen einen Text in der Bibel gelesen, der auch heute noch sehr aktuell ist:

„Erinnere alle daran, sich der Regierung und ihren Vertretern unterzuordnen. Sie sollen gehorsam und zum Guten bereit sein, über niemanden lästern und jedem Streit aus dem Weg gehen. Allen Menschen sollen sie mit Freundlichkeit und Geduld begegnen!“ (Titus 3,1+2  Neues Leben)
Paulus fordert hier Titus auf, die Christen in seiner Gemeinde an die Unterordnung gegenüber der Regierung zu erinnern. Wenn Paulus hier also alle sagt, meint er damit die Christen. Angesichts der momentanen politischen Situation frage ich mich, was Paulus wohl uns Christen hier in Deutschland raten würde. Der Bundeskanzlerin durch die Petition danken oder ihren Rücktritt fordern? Flüchtlingen helfen oder bei Pegida mitlaufen?
Wenn ich auf Facebook so manche Beiträge mancher Christen sehe, dann hat das für mich nicht mehr viel mit dem obigen Text zu tun. Da wird teilweise munter gegen die Politiker und die Flüchtlinge gehetzt und wer nicht in diese Hetze einstimmt, sondern sich dagegen positioniert wird als Gutmensch tituliert. Umgekehrt sind manche „Gutmenschen“ aber auch genauso schnell dabei, alle, die ihre Ängste äußern, als „Pack“ oder Nazis zu bezeichnen.
Ich habe mir vorgenommen, mir an Paulus ein Beispiel zu nehmen und seinem Rat zu folgen. In Vers 8 fügt er noch hinzu:
„Alles, was ich dir gesagt habe, ist wahr. Ich möchte, dass du es mit Nachdruck lehrst, damit alle, die auf Gott vertrauen, immer darauf bedacht sind, Gutes zu tun. Das ist gut und sinnvoll für alle.“ (Titus 3,8 Neues Leben)
Gottvertrauen bedeutet, Ängste an Gott abzugeben oder anders ausgedrückt: Auch wenn alles düster scheint und die Zukunft ungewiss ist, dann dennoch darauf zu hoffen und zu vertrauen, dass Gott es schon richtig machen wird und dass am Ende alles gut wird. Wer seine Ängste und Sorgen Gott anvertraut, hat nun die Hände frei zum Gutes tun – sich bspw. für die Flüchtlinge zu engagieren oder anderen, die ihre Ängste laut äußern, zuzuhören und zu versuchen ihnen diese Ängste zu nehmen.
Ich für meinen Teil möchte jedenfalls Gott vertrauen und zum Guten – wie auch immer das im Detail ausschauen mag – bereit sein. Wie lautet so schön das Pfadfindermotto: Jeden Tag eine gute Tat! Welche gute Tat möchtest Du heute tun?
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3 Gedanken zu “Gutes tun und Gottvertrauen

  1. Ja, das ist so ne Sache. Es ist immer schwierig, die Position des Sonderlings zu bewahren, – der nicht mit einstimmt, in den Tiraden der Anderen, wenn es darum geht die Politik und die Flüchtlingssituation zu beklagen. Man will ja kein Sonderling sein, aber dazu gehören will man auch nicht so wirklich. Ich bin schon oft in eine brenzlige Situation gekommen. Ich bin der felsenfesten Meinung, und es stimmt mich auch traurig wenn ich sehe, das es die Mehrheit eben anders handhabt, – das es keine Abgrenzungen geben sollte. Weder in den gesellschaftlichen noch unter unterschiedlichen Völker und Stämme. So eine Endlos-Diskussion führte ich zuletzt mit meiner Mutter und meinem Ehemann. Die sind anderer Meinung wie ich. Dein Text gefällt mir deshalb sehr gut, und er gibt mir die Kraft, auch weiterhin ein standhafter Sonderling zu sein… Vielen Dank

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