Abschiede

Aufstieg Hochhädderich Kreuz Allgäu
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Ich werde an diesem Wochenende umziehen – an einen Ort, der mehrere hundert Kilometer von meinem jetzigen Wohnort entfernt ist und in dem ich schon einmal ein paar Jahre verbracht habe. Einerseits freue ich mich über den neuen Lebensabschnitt und auf das Wiedersehen mit den Leuten dort, andererseits bin ich gerade auch traurig darüber, wen ich alles hier zurücklassen muss.

Abschied von Freunden

Gestern habe ich mich von meiner besten Freundin verabschiedet und der Abschied fiel uns beiden sehr, sehr schwer. Sie hat sich als Abschiedsgeschenk etwas so tolles ausgedacht, wovon ich immer noch total überwältigt und gerührt bin: Sie hat mir für alle möglichen Situationen jeweils einen Brief geschrieben – es gibt da einen, den ich öffnen darf, wenn ich Kopfschmerzen habe oder wenn ich sie oder meine Eltern vermisse oder den ich an Ostern öffnen darf und viele mehr. Zu jedem dieser Briefe gibt es mindestens ein dazugehöriges Päckchen.

Ostfildern Abschied
Foto: K. Müller / nachgedachtblog

Ich habe so ein tolles Geschenk noch nie bekommen! Es ist etwas von dem ich noch lange zehren werde. Dadurch wird sie mich auch weiterhin begleiten und mir in fröhlichen und traurigen Situationen beistehen und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Auch wenn wir jetzt räumlich getrennt sind, so sind wir allein durch dieses Geschenk (und natürlich Skype, Facebook, E-Mail usw.) miteinander weiterhin eng verbunden.

Passenderweise habe ich dieser Tage einen Abschnitt aus Johannes 14 gelesen. Jesus verabschiedet sich dort von seinen Freunden. Ich habe mich gefragt, was wohl in ihm vorgegangen sein muss, als er seinen zwölf engsten Freunden „Auf Wiedersehen“ sagen musste. Drei Jahre lange waren sie ununterbrochen zusammengewesen – 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Das muss eine sehr intensive Freundschaft gewesen sein.

 Nun machte Jesus also ernst und verabschiedete sich von ihnen. Aber er würde sie nicht alleine zurücklassen:
„Doch wenn der Vater den Ratgeber als meinen Stellvertreter schickt – und damit meine ich den Heiligen Geist -, wird er euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,26 Neues Leben)
Durch den Heiligen Geist hätten sie weiterhin jemanden an ihrer Seite, der sie führen, leiten und lehren würde. Er würde zu ihrem täglichen Begleiter werden.
Der bekannte Pastor Max Lucado schrieb einmal:
„Jesus wohnte unter den Menschen, lehrte, tröstete und überzeugte.
Der Heilige Geist wohnt in uns, lehrt, tröstet und überzeugt.“

Ein himmlisches Abschiedsgeschenk

Und Jesus ging noch einen Schritt weiter. Er wusste, dass auf seine Jünger nun harte Zeiten zukommen würden. Sie würden erleben wie er verhaftet, verurteilt und schließlich gekreuzigt werden würde. Und auch nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt würde es nicht leichter für sie werden. Sie würden für ihren Glauben verfolgt werden, manche würden dafür zu Märtyrern werden. Deshalb schenkte ihnen Jesus etwas ganz Besonderes zum Abschied:
„Ich lasse euch ein Geschenk zurück – meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.“ (Johannes 14,27)
Aufstieg Hochhädderich Allgäu
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Dieser Friede würde sie nun Tag für Tag begleiten und ihnen neue Mut und neue Kraft schenken. Jesus möchte uns ihn auch heute schenken. Vielleicht musst Du in diesen Tagen auch von jemandem Abschied nehmen. Vielleicht hast Du jemanden, der Dich in Deinem Abschmiedsschmerz und in Deinem Traurigsein auffängt und Dir Trost spendet. Wenn Du niemanden bei Dir hast, möchte ich Dir heute zurufen: Du bist nicht allein! Jesus ist Dir ganz nahe und möchte Dich trösten. Du kannst ihm Dein Herz ausschütten. Du kannst und darfst ihm alles sagen. Er hat immer ein offenes Ohr für Dich. Du brauchst keine Gebete auswendig lernen, du kannst ganz frei mit ihm reden – ganz frei von der Leber weg. Und sein Friede wird in Dir einziehen und Du wirst innerlich ruhig werden – vielleicht nicht sofort, aber im Lauf der Zeit bestimmt.

Das Wiedersehen ist das Beste!

Und ein gutes haben Abschiede wenigstens – das Wiedersehen ist dafür umso schöner! Ich freue mich jetzt schon, wenn ich in den Semesterferien meine beste Freundin und ihren Ehemann wiedersehen kann oder wenn ich dann wieder bei meinen Eltern bin und alle meine Lieben treffe. Da ist dann der Abschiedsschmerz oder die Zeit ohne sie völlig vergessen. Dann zählt nur die Wiedersehensfreude.

1985 Herbst Esslingen
Foto: J. Müller / nachgedachtblog
Ich muss dabei auch daran denken, wie toll es sein wird, wenn Jesus wie versprochen eines Tages wiederkommen wird und ich ihn dann endlich sehen werde! Das ist ein Tag auf den ich mich jetzt schon freue und dem ich entgegen fiebere – auch wenn ich nicht weiß, wann es sein wird. Aber das wird ein Tag sein, an dem ich zum Beispiel meine beiden verstorbenen Omas wiedersehen werde oder andere Menschen, die mich einen Teil meines Lebensweges begleitet haben. Das wird erst eine Wiedersehensfreude sein! Und dieses Wiedersehen wird dann kein Ende haben – es wird ewig sein. Nie mehr von einem lieben Menschen getrennt sein – ist das nicht himmlisch? Freust Du Dich auch schon auf diesen Tag?
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8 Gedanken zu “Abschiede

    1. Was müsst ihr denn auch so hohe Studiengebühren haben? 😉 Wenn die nicht wären, hätte ich schon längst bei euch den MA gemacht… 😉 Aber ein Besuch bei euch ist definitiv fällig – da hast Du Recht. 🙂

      Gefällt mir

  1. Hallo liebste freundin , ich wünsche dir das beste und einen guten umzug und einen fröhlichen schönen Sabbat Jesus ist immer ein Trost für uns egal in welcher Situation ob Fernweh , Verfolgung , Trauer er ist immer da , er ist unsere zuversicht in dem man bauen kann .

    Hbl sarah planötscher

    Gefällt 2 Personen

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