„Bedingungslos geliebt“

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Foto: http://www.fontis-verlag.com/buch/timothy-keller-bedingungslos-geliebt/

Ich habe gerade ein Buch beendet, das mich so begeistert hat, sodass ich es euch heute unbedingt vorstellen möchte. Der Titel lautet „Bedingungslos geliebt. Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater“ von Timothy Keller. Es handelt sich dabei um ein christliches Sachbuch. Der Autor legt die bekannte Geschichte vom verlorenen Sohn aus Lukas 15 aus. Es ist eine Geschichte, die Jesus erzählt hat.

Sie handelt von zwei Söhnen und ihrem Vater. Der jüngere Sohn verlangt vom Vater sein Erbe und zieht fort. Als sein Geld weg ist und er nur noch Schweine hüten darf, ist er ganz tief unten angekommen. Da besinnt er sich darauf wie gut er es beim Vater hatte und beschließt, zu ihm als Tagelöhner zurück zu gehen. Der Vater sieht ihn schon von weitem und kommt ihm entgegen. Er nimmt ihn wieder als Sohn und Erben an und schmeißt eine große Party für ihn. Der ältere Sohn bekommt das mit und ist richtig eifersüchtig auf seinen jüngeren Bruder. Der Vater macht ihm klar, dass auch ihm bereits alles gehören würde und er sich stattdessen lieber freuen solle, dass sein Bruder wieder zurückgekehrt sei. Damit endet das Gleichnis von Jesus.

Der Autor analysiert und interpretiert nun diese Geschichte neu. Dabei bleibt er nahe am biblischen Text. Er versucht, ihn zu erklären und verständlich zu machen. Im Gegensatz zu manchen anderen christlichen Autoren schweift er nicht in erzählerische Beispiele aus seinem eigenen (Er-)Leben ab, sondern bringt nüchtern und sachlich seine Ausführungen an.

Inhaltlich fokussiert er sich stark auf den älteren Sohn, der beim Vater daheim blieb. Dies ist ein Ansatz, der sich nicht so häufig in der Literatur rund um diese Geschichte finden lässt. Meist steht eher der jüngere Sohn oder der Vater im Mittelpunkt, hier nun der Ältere. Keller macht hier deutlich, dass Christsein mehr ist, als nur den moralischen Verpflichtungen nachzukommen. Christsein bedeutet, Gottes Liebe und seine Gnade wirklich verstanden zu haben und aus diesem neuen Verständnis heraus, sich Stück für Stück verändern zu lassen:

„Gottes Gnade und Gunst können wir uns nicht verdienen, was auch immer wir tun. Wir können nur glauben, dass er sie uns in Jesus Christus geschenkt hat, und sie durch den Glauben annehmen. Wenn wir aber wahrhaftig an den glauben und demjenigen vertrauen, der uns aufopferungsvoll gedient hat, dann verwandelt uns das in Menschen, die Gott und ihrem Nächsten ebenfalls aufopferungsvoll dienen. Wenn wir sagen: „Ich glaube an Jesus“, ohne dass dies Auswirkungen auf die Art und Weise hat, wie wir leben, dann ist die Antwort nicht so sehr, dass wir uns nun über unseren Glauben hinaus noch ordentlich Mühe geben müssen, als vielmehr, dass wir Jesus in Wirklichkeit noch gar nicht verstanden haben oder noch nicht an ihn glauben.“ (Aus: „Bedingungslos geliebt“, Timothy Keller, Basel: fontis – Brunnen, S. 129, 2015)

Mich hat dieser Gedanke erneut fasziniert, dass es allein Gottes Gnade ist, die Menschen verändern kann. Der Mensch schafft es nicht, indem er sich anstrengt und abmüht, sondern allein durch die Gnade.

Ich habe das Buch als sehr wertvoll empfunden und kann es daher jedem nur wärmstens weiter empfehlen. Ihr könnt es hier erwerben.

„Bedingungslos geliebt. Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater“. Timothy Keller. Basel: fontis-Brunnen. 2015. 144 Seiten. 12,99 EUR.

 

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2 Gedanken zu “„Bedingungslos geliebt“

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