Gottes Mathematik

Zug Essen
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

In der Schule gab es zwei Fächer mit denen ich auf Kriegsfuß stand: Mathe und Sport. Das hat sich auch bis heute nicht geändert. Ich für meinen Teil bin daher sehr froh, dass es Gott auch nicht immer so mit der Mathematik hat. 😉

Ich denke dabei zum Beispiel an eine Geschichte aus den Evangelien, über die ich in meinem Artikel „Gott erleben – Sattmacher-Tag“ bereits etwas geschrieben habe. Die Menschen um Jesus waren den ganzen Tag mit ihm zusammen und anstatt sie abends hungrig wegzuschicken, gab Jesus ihnen etwas zu essen. Ungefähr 12.000 Menschen sättigte er an diesem Tag mit fünf Broten und zwei Fischen und am Ende blieben sogar noch zahlreiche Reste übrig. Gott rechnet anders als wir.

Jeder vernünftige Mensch würde sagen, dass fünf Brote und zwei Fische niemals ausreichen würden, um so viele Menschen sattzumachen. Aber für Gott ist das genug. Er kann das und das finde ich genial. Er kalkuliert eben anders als wir – für ihn ergibt 5+2 nicht 7!

Mir gibt das Mut – nicht nur für mein persönliches Leben, sondern auch für unsere aktuelle Flüchtlingskrise. Wenn wir bereit wären, unseren Teil zu geben, um Menschen in Not zu helfen, dann bin ich davon überzeugt, dass sich dieses Wunder auch heute wiederholen könnte.

In den meisten Wundern Jesu gibt es immer eine Konstante – den Menschen. In der Geschichte um die Speisung der 5.000 ist es der kleine Junge, der sein Essen hergibt. Er war bestimmt genauso hungrig wie die Menschen um ihn herum und doch gibt er alles, was er hat, weg. Und dadurch kann letzten Endes das Wunder geschehen.

Mark Batterson schreibt dazu in seinem Buch „Wunderland – Mit Gott ist nichts unmöglich“:

„Bei Gott kommen Sie nie zu kurz. Selbstbezogenheit führt dazu, dass man denkt: Je mehr man gibt, desto weniger hat man. Diese Haltung addiert und subtrahiert. Der Glaube an Wunder führt zu dem genau gegenteiligen Gedanken: Je mehr man gibt, desto mehr kann Gott bereithalten. Diese Haltung multipliziert… Wir haben auch gelernt, dass einer der sichersten Wege, ein Wunder zu erleben, der ist, dass man selbst Teil eines Wunders für jemand anderen wird. Ist das nicht genau das, was der kleine Junge tat? Er wollte seinen Proviant doch eigentlich behalten und aufessen! Wenn wir versuchen, ein Segen für andere zu sein, dann wird Gott den Segen wie einen Bumerang zu uns zurückschicken.“ (Mark Batterson, „Wunderland – mit Gott ist nichts unmöglich“, SCM-Verlag, S. 183 f., 2016)

 

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