Kein Wochenende wie jedes andere

Ausflug Bodensee 08-2013
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Ein langes, wunderschönes, wenn auch teilweise anstrengendes Wochenende mit wenig Schlaf liegt hinter mir. Tiefe Gespräche, gemeinsames Lachen und Singen haben diese paar Tage für mich geprägt.

Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich in einem Single-Arbeitskreis meiner Freikirche tätig. Wir veranstalten zweimal im Jahr Freizeiten und unter dem Jahr sogenannte Begegnungstage für Singles. Für mich war es jetzt das zweite Mal, dass ich bei einer Freizeit dabei war. Diese paar Tage waren für mich wirklich etwas Besonderes.

Die vergangene Woche war hart für mich und es gab Tage, an denen ich mir wünschte, dass Pfingsten schon vorbei wäre, nur damit ich endlich wieder etwas kürzer treten könnte. Aber sobald ich auf der Freizeit war und diese wohltuende Gemeinschaft erlebte, war meine schlechte Laune verflogen und heute habe ich es wirklich bedauert, von diesen lieben und wunderbaren Menschen Abschied nehmen zu müssen. Es hätte gerne noch etwas länger andauern dürfen. Als Arbeitskreismitglied ist man an so einem Wochenende ein Gebender, aber jetzt nach diesem Wochenende fühle ich mich beschenkt und gesegnet und das ist ein tolles Gefühl.

Besonders interessant waren für mich die Referate von Astrid Eichler zum Thema „Sehnsucht“. Sie lud dazu ein, die Sehnsucht zu feiern und nicht mit ihr „fertig zu werden“ oder sie zu ersticken. Astrid machte uns Mut auch andere Formen von tiefer Gemeinschaft kennen zu lernen und auf der Suche danach kreativ zu werden und andere Wege zu gehen.

Eine gemeinsame Übung ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben. Astrid teilte uns in kleine Gruppe à drei Personen auf. Wir sollten nur unsere Hand mitnehmen, was ja nun nicht besonders schwer ist. 😉 In diesen kleinen Gruppen sollten wir dann mithilfe unserer Hand miteinander ins Gespräch kommen:

  1. Daumen: Was läuft gerade gut bei mir? Wo bin ich zufrieden?
  2. Zeigefinger: Welche Lektionen habe ich gelernt?
  3. Mittelfinger: Was stinkt mir?
  4. Ringfinger: Wie steht es um meine Beziehungen mit anderen Menschen (Familie, Freunde usw.)
  5. Kleiner Finger: Was kommt zu kurz?

Für mich war es faszinierend zu sehen, wie leicht man mit diesen fünf einfachen Fragen in ein sehr tiefes Gespräch mit Anderen kommen kann und auch wie wohltuend so ein Gespräch sein kann und ich kann euch, liebe Leser, nur ermutigen, es auch einmal zu versuchen – egal, ob ihr Singles oder verheiratet seid.

Alles in allem habe ich ein tolles und erfüllendes Wochenende erlebt, von dem ich noch hoffentlich lange zehren werde… 🙂 Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben: die anderen Musiker, die Teilnehmer mit denen ich beim Essen und in den Pausen tolle Gespräche führen durfte und natürlich an alle, die mir bei der Verabschiedung so ein schönes Feedback und aufbauende Worte mitgegeben haben! Das war Balsam für die Seele!

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