Gib niemals auf

Mauer mit Fenster
Foto: J. Mueller/nachgedachtblog

Jahrelang saß er schon am Straßenrand – Tag ein, Tag aus. Die Leute kannten ihn. Jedes Mal wenn sie in die Stadt kamen oder es verließen, sahen sie ihn. Den Blinden. Manche gaben ihm etwas zu essen oder Geld. Viele gingen aber auch nur ganz schnell vorüber. In ihren Augen musste er schwer gesündigt haben, weil er so krank war und da war es für die eigene Seelengesundheit besser, wenn man ihn ignorierte. Wer weiß – vielleicht war ja Sünde ansteckend?

Eines Tages hörte er lautes Reden und Rufen. Viele Menschen kamen den Weg entlang. Immer wieder hörte er dabei einen Namen: Jesus von Nazareth. Diesen Namen kannte er. Das war doch dieser Rabbiner und Heiler, der so vielen Menschen schon geholfen hatte?! War er etwa da und konnte auch ihm helfen?

Hoffnung keimte in ihm auf. Er wollte Jesus auf sich aufmerksam machen und begann  laut zu schreien: „Jesus, Du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“ Immer und immer wieder schrie er diesen Satz so laut er konnte. Er wollte, dass Jesus in diesem Lärm ihn hörte und wahrnahm.

Sein Schreien war penetrant und es war unangenehm – eine Situation zum Fremdschämen. Da saß dieser Blinde, dieser Sünder, und schrie sich die Seele aus dem Leib. Und so fuhren ihn die Ersten an: „Jetzt sei doch endlich still! Halt die Klappe! Siehst Du nicht, dass Du störst?“ Doch der blinde Bartimäus ließ sich nicht davon beirren. Er schrie weiter und wurde sogar noch lauter.

Da blieb Jesus stehen und bat die Umstehenden, ihn herzuholen. Bartimäus stand auf, kam zu ihm und warf sich vor ihm nieder. Und Jesus fragte ihn: „Was soll ich für Dich tun?“ „Lehrer, ich will ich endlich sehen können“, antwortete Bartimäus. Jesus belohnte diesen Glauben und heilte ihn.

Ich mag diese Geschichte von Bartimäus und sie fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Da sitzt dieser Blinde auf den Trümmern der Vergangenheit. Jericho wurde im Lauf der Jahrtausende immer wieder neu aufgebaut. Als sie das erste Mal in der Bibel erwähnt wird, bricht die ganze Stadt gleich in sich zusammen. Bartimäus sitzt hier also buchstäblich auf den Trümmern der Vergangenheit – vielleicht auch seiner eigenen.

Und  doch hat er immer noch Hoffnung – die Hoffnung auf ein neues Leben durch Jesus. Er hätte, als er die vielen Menschen hörte, resignieren können. Wie sollte er diese Menschenmenge übertönen? Aber dieser Gedanke kam ihm anscheinend nicht, denn er fing an zu richtig penetrant zu schreien, um Jesus auf sich aufmerksam zu machen. Das war kein schüchternes Anschleichen an Jesus so wie bei der blutflüssigen Frau, sondern das war ein nicht zu überhörender Hilfeschrei, den Bartimäus da losließ.

Und auch als die anderen Menschen ihn anfuhren, er solle doch gefälligst still sein, da ließ er sich nicht davon beirren, sondern blieb hartnäckig dabei und wurde sogar noch lauter. Das bewundere ich. Und diese Beharrlichkeit brachte ihm den gewünschten Erfolg. Jesus hörte und heilte ihn.

Manchmal ergeht es uns ähnlich wie Bartimäus. Man hat einen großen Wunsch vor Augen und doch scheint die Erfüllung dieses Wunsches weit entfernt zu sein. Manchmal sorgen auch die Menschen in unserem Umfeld dafür, dass wir am liebsten aufgeben wollen. Die Geschichte von Bartimäus macht Mut, nicht aufzugeben, sondern dranzubleiben – egal, was die Anderen von einem denken mögen. Gib niemals auf!

Ärger in Korinth

Aufstieg Hochhädderich
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Ich habe heute in meiner persönlichen Bibellesung mit dem 1. Brief an die Korinther begonnen. Dieser Brief stammt vom Apostel Paulus und ist für mich ein ganz besonderes Schreiben. Um ehrlich zu sein – es ist kein besonders schöner und ermutigender Brief… Die Briefe an die Römer und an die Galater gefallen mir da mehr, die sind so schön ermutigend und aufbauend.

Die Gemeinde in Korinth hingegen ist aufgrund von diversen Streitereien ziemlich zerstritten. Paulus hat von ihren Auseinandersetzungen erfahren und versucht, ihnen nun den Kopf zurecht zu rücken. Mich berührt daher der Einstieg, den Paulus gewählt hat. Er fängt nicht mit einer Donnerwetterpredigt an, sondern mit dem eigentlichen Fundament der Gemeinde – Jesus Christus:

„Die Botschaft von Christus ist der feste Grund eures Glaubens. Darum fehlt bei euch keine der Gaben, die Gottes Geist den Glaubenden schenkt. So wartet ihr darauf, dass Jesus Christus, unser Herr, für alle sichtbar kommt. Er wird euch die Kraft geben, im Glauben festzubleiben und das Ziel zu erreichen, so dass ihr vor ihm bestehen könnt, wenn er kommt. Darauf könnt ihr euch verlassen, denn Gott steht zu seinem Wort. Er selbst hat euch ja zur Gemeinschaft mit seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, berufen.“ (1. Korinther 1,6-9 Hoffnung für alle)
Es ist kein Zufall, dass die Korinther eine Gemeinde bilden – Gott hat sie dazu berufen. Paulus weiß genau wie es in der Gemeinde in Korinth gerade ausschaut und doch scheint er hier zu sagen: „Gott hat euch berufen – das ist die Hauptsache.“ Auch wenn es in Korinth gerade drüber und drunter zu gehen scheint, so hat Gott die Gemeinde dennoch berufen und daran gibt es nichts zu rütteln. Und weil Gott die Gemeinde berufen hat, so ist er ihnen auch treu und steht hinter ihnen. Er lässt sie in ihren Schwierigkeiten nicht im Stich, sondern möchte sie stärken, damit sie im Glauben festbleiben.
So manches Mal geht es auch heute noch chaotisch in den Gemeinden zu. Auch heute gibt es immer wieder Zank und Streit in den Kirchen. Gottes Bodenpersonal ist nicht perfekt. Und doch steht er hinter seinen Leuten und möchte sie unterstützen wo es nur geht. Er lässt sich von den Streitereien nicht beirren, sondern möchte seine Freunde ans Ziel bringen. Gott hat immer die Ewigkeit vor Augen und er wird alles in seiner Macht stehende tun, damit wir dieses Ziel erreichen. Was kann da noch schiefgehen?

Gott erleben: Die Karwoche

Gran Canaria
Foto: K. Müller / nachgedachtblog

Wir befinden uns wieder einmal in der Karwoche. Übermorgen ist Karfreitag – der Tag, an dem wir an Jesu Tod denken. Manchmal frage ich mich ja schon, inwieweit der 0815-Bürger noch etwas mit diesen Tagen anfangen kann. Vermutlich nicht besonders viel – sonst wäre er dieses Jahr nicht Bestandteil des Wahlprogramms mancher Parteien in Baden-Württemberg gewesen. Es ging um die Frage, ob man Discos und Clubs an diesem Tag nicht öffnen könnte, da doch das Interesse an Vergnügen und Tanz groß sei und für viele dieser Tag keine Bedeutung mehr habe. Der Karfreitag scheint heutzutage nur ein traditioneller Feiertag zu sein – ohne Bedeutung für das Leben von heute.

Für mich persönlich ist Ostern sehr wichtig – vielleicht noch wichtiger als Weihnachten (auch wenn ich Weihnachten paradoxerweise größer feiere als Ostern). Es ist für mich aber auch weniger ein Fest zum Feiern (außer der Ostersonntag), sondern vielmehr eine Zeit des Nachdenkens und des „Sich-Besinnens“. Ich denke darüber nach, was es für mich persönlich bedeutet, dass Jesus für mich gestorben ist.

Noch bevor Jesus starb, ließen ihn sämtliche Freunde im Stich. Einer seiner Freunde verriet und ein anderer verleugnete ihn sogar. Er war einsam und verlassen. Durch die schwierigste Zeit in seinem Leben musste er ganz alleine gehen. Ende des vergangenen Jahres erlebte ich eine sehr schwierige Situation und ich war sehr froh für meine Familie und meine Freunde, die mich in dieser Zeit auffingen. Ich kann es mir nicht vorstellen, wie es ist, vollkommen alleine durch Schwierigkeiten hindurch zu gehen. Jesus hat es erlebt. Am Kreuz ruft er aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Markus 15,34 Neues Leben). Sogar sein Vater, mit dem er eine besonders enge Beziehung pflegte, schien sich in diesem Moment von ihm abzuwenden.

Vielleicht fühlst Du Dich im Moment alleingelassen. Du stehst in einer schwierigen Situation und weißt nicht mehr weiter. Du hast niemanden bei dem Du Dich ausweinen kannst oder der Dich auffängt. Dann denke an Jesus am Kreuz. Er versteht Dich gut – besser als Du ahnst. Ihm kannst Du alles sagen und er liebt es, Dir zuzuhören und Dich zu hören. Hans-Joachim Eckstein soll mal gesagt haben: „Gott will nicht Neues von uns hören. Er will uns hören – und das jeden Tag aufs Neue.“ Erzähle ihm von Deinen Sorgen und Problemen und ich bin überzeugt davon, dass Gott Dir Lösungen und Auswege dafür zeigen wird. In Jesaja 66,13: „Ich selbst werde euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet.“

Der Karfreitag erinnert mich daher immer daran, dass Leid zum Leben dazu gehört. Aber gleichzeitig lehrt es uns auch, dass wir nicht völlig allein damit sind. In Jesus haben wir jemanden, der uns versteht. Er weiß, was es heißt gemobbt zu werden, allein zu sein, Schmerzen zu haben und die Welt und Gott nicht mehr zu verstehen. Karfreitag hat für mich daher die Botschaft: Weil Jesus für Dich starb, bist Du nicht mehr allein im Leid oder in schwierigen Entscheidungen und Situationen! Er steht an Deiner Seite!

Darüberhinaus bedeutet der Karfreitag auch, dass Jesus meinen Platz einnimmt. Folgt man den Gedanken der Bibel, dann ist seit dem Sündenfall das Böse in der Welt und kein Mensch hat nach dem Tod ein Paradies verdient. Wir sind zu schlecht. Gottes Anforderungen sind zu hoch – keiner von uns könnte sie aus eigener Kraft erreichen. Vielleicht nur zwei Beispiele: Wer jemand anderen als Dummkopf bezeichnet, hat ihn bereits getötet – so führt es Jesus in seiner berühmten Bergpredigt aus. Ich weiß nicht wie oft ich damit schon lahme Autofahrer vor mir „umgebracht“ habe. Genauso ist es auch damit,  wenn man einen anderen nur begehrlich anschaut – Jesus sagt dazu, dass man in diesem Moment bereits die Ehe gebrochen habe. Das sind ganz schön harte Definitionen von Mord und Ehebruch. Hätten wir in Deutschland so harte Gesetze, wären unsere Gefängnisse randvoll gefüllt und die meisten von uns würden sich hinter den schwedischen Gardinen befinden.

Gott ist ein Gott, der liebevoll und gerecht in einem ist. Aus Gerechtigkeit darf nur in den Himmel, wer sündlos ist. Aus Liebe möchte er aber jeden Menschen dabei haben. Also gab es nur eine Möglichkeit: Er selbst musste Mensch werden, hier auf der Erde leben und zeigen wie ER wirklich ist und letzten Endes für die Menschen stellvertretend sterben. Wer nun erkennt, dass man es selbst gar nicht in den Himmel schafft und wer dieses Geschenk Gottes – nämlich den Tod Jesu – für sich annimmt, der wird gerettet werden.

Der Karfreitag erinnert mich daher daran, dass ich aus eigener Kraft nicht in den Himmel kommen kann. Meine Schuld ist einfach viel zu groß und zu schwer. Aber weil Jesus an meiner Stelle gestorben ist und damit meine Schuld bezahlt hat, kann ich ewiges Leben bekommen. Dadurch gibt es Hoffnung und Zukunft.

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.“ (Johannes 3,16.17 Neues Leben)

Gott erleben: Sattmacher-Tag!

Sandwiches Belegtes Baguette
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Vor einigen Jahren fuhr ich zusammen mit einem Mitstudenten von Stuttgart zu meinem damaligen Wohnort mit dem Zug. In Erfurt hatten wir 40 Minuten Wartezeit und so schlenderten wir dort im Bahnhof entlang. Da kamen wir an einer Bäckerei vorbei und mir fiel siedendheiß ein: „Mensch, ich hab doch gar kein Brot mehr daheim! Ich brauche ganz dringend Brot für heute Abend und morgen fürs Frühstück!“ Und so kaufte ich mir dort in der Bäckerei ein frisches und leckeres Brot.

Brot ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel in allen Ländern dieser Welt – für Arme und Reiche. Und damit steht es für eines der wichtigsten Grundbedürfnisse der Menschen: das Essen. Die Weltgeschichte zeigt uns, wie schnell Unruhen entstehen können, wenn es Hungersnöte gibt und Menschen nichts zu essen haben. Und ich kann mir vorstellen, dass ihr euch auch sicherlich noch daran erinnern könnt, wie es zu Kriegszeiten und auch in der Nachkriegszeit schwierig war, genug zu essen zu bekommen. Ja, Essen ist ein sehr wichtiges Bedürfnis von uns Menschen.

Um das Brot geht es mir auch heute. Dazu möchte ich mit euch eine der bekanntesten  Geschichte aus der Bibel lesen:

„Die Apostel kehrten zu Jesus zurück und berichteten, was sie getan und gelehrt hatten. Darauf sagte Jesus: »Kommt, wir ziehen uns an einen einsamen Ort zurück, wo ihr euch ausruhen könnt.« Denn ständig waren so viele Menschen um sie, dass Jesus und seine Apostel nicht einmal Zeit fanden zu essen. So fuhren sie mit dem Boot an einen ruhigeren Ort. Aber die Leute bemerkten ihre Abfahrt. Da liefen sie aus den umliegenden Städten am Ufer entlang voraus und waren bereits da, als sie anlegten. Als Jesus aus dem Boot stieg, erwartete ihn eine riesige Menschenmenge. Er hatte Mitleid mit ihnen, denn sie waren wie Schafe ohne Hirten. Deshalb nahm er sich Zeit, sie vieles zu lehren. Spät am Nachmittag traten seine Jünger zu ihm und sagten: »Dies ist eine einsame Gegend und es wird langsam spät. Schick die Leute fort, damit sie auf die umliegenden Gehöfte und in die Dörfer gehen können und sich etwas zu essen kaufen.« Doch Jesus meinte: »Gebt ihr ihnen zu essen.« »Wie denn?«, fragten sie. »Es würde ein kleines Vermögen kosten, für so viele Menschen Essen zu kaufen!« »Wie viele Brote habt ihr?«, fragte er. »Geht und stellt es fest.« Sie kamen zurück und berichteten: »Wir haben fünf Brote und zwei Fische.« Da forderte Jesus die Menge auf, sich in Gruppen ins grüne Gras zu setzen.
Sie setzten sich zu je fünfzig oder hundert zusammen. Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische, blickte zum Himmel auf und bat um Gottes Segen für das Essen. Dann brach er das Brot in Stücke und reichte den Jüngern Brot und Fisch, damit diese alles an die Leute verteilten. Alle aßen, so viel sie wollten. Danach sammelten sie ein, was von den Broten und Fischen übrig geblieben war: es waren noch zwölf Körbe voll. Fünftausend Männer waren von diesen fünf Broten satt geworden!“ (Markus 6,30-44 Neues Leben)

1. Jesus kümmert sich

In der Geschichte haben die Leute den ganzen Tag nichts gegessen. Aber anstatt die Menschen weg zu schicken, wie es die Jünger vorschlagen, gibt Jesus ihnen zu essen. Er kümmert sich um ihre Grundbedürfnisse. Essen ist eines der wichtigsten Bedürfnisse von uns Menschen. Revolte und Unruhen können entstehen, wenn Menschen hungern – das kann man durch die ganze Geschichte hindurch beobachten. Jesus kümmert sich um die, die an diesem Tag bei ihm sind. Er stillt ihren Hunger.

Auch uns ermutigt er, uns keine Sorgen zu machen um den neuen Tag, was wir essen, trinken oder anziehen sollen (Matthäus 6,25-33). Gott will für uns sorgen. ER will uns das geben, was wir brauchen.

Ich habe erlebt, dass sich Gott immer wieder um mich auch so kümmert und das besonders während meines Studiums. Mitten in einer Prüfungswoche wurde ich auf einmal krank – irgendwie hatte ich es geschafft, mich zu erkälten und war kaum in der Lage zu lernen. Dennoch trat ich an. Noch während ich in der Prüfung saß, merkte ich, wie mir die Gedanken trotz Kopf- und Gliederschmerzen nur so zuflogen und ich bestand die Prüfung. Ja, Gott möchte sich um uns kümmern und er tut es auch.

2. Jesus ist allmächtig

Jesus ist allmächtig. Er kann alles – selbst mit nur fünf Broten und zwei Fischen kann er mehr als 5.000 Menschen (in der Zählung waren ja nur Männer inbegriffen, wenn man die Frauen und Kinder mit dazu zählt, sind es wesentlich mehr) satt machen. Ich habe vor einigen Jahren einen Bibelkreis geleitet. Als wir uns diese Geschichte näher anschauten, sagte eine der Teilnehmerinnen: „Wenn Gott die Welt geschaffen hat, dann ist es doch völlig klar, dass er auch 5.000 Menschen satt machen kann durch fünf Brote und zwei Fische.“ Ich gehe sogar noch weiter: Wenn Jesus solch ein Wunder damals vollbrachte, dann kann er sich auch in unserem Leben als allmächtig und kraftvoll erweisen.

3. Jesus ruft zum Handeln auf

In der Geschichte spielen die Jünger eine wichtige Rolle. Jesus bittet sie das Essen zu beschaffen. Sie sind es auch, die das Brot und den Fisch den Leuten in die Hand drücken und hinterher die Reste einsammeln. Jesus lässt die Jünger nicht faul auf der Couch sitzen und sich ausruhen, sondern spannt sie ein. Er möchte auch uns einspannen. Auch wir dürfen heute das Brot weiter reichen. Welche Menschen gibt es in unserer Umgebung, die Brot und Fisch nötig haben?

Die Geschichte über die Speisung der 5000 lehrt uns: Jesus möchte auch heute noch fürsorglich und allmächtig an unserer Seite stehen und uns unterstützen. Was für einen großartigen Gott haben wir da an unserer Seite! Aber dieser Gott möchte uns auch gebrauchen, um andere Menschen zu berühren und sie zu unterstützen.

Allein durch die Gnade

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Foto: K. Müller / nachgedachtblog

„Amazing Grace“ ist ein Lied, das um die Welt ging und seit seiner Entstehung unheimlich viele Menschen tief berührte. Dieses Lied ist mittlerweile zu einem meiner Lieblingslieder geworden. Es erzählt davon wie Gottes erstaunliche Gnade einen Menschen gerettet hat – einen Menschen, der diese Rettung aus menschlicher Sicht gar nicht verdient hätte. Übersetzt heißt der Titel „Erstaunliche Gnade“.

Erstaunliche Gnade – daran musste ich auch denken als ich in meiner Bibel las:

„Denn die Gnade Gottes, die allen Menschen Rettung bringt, ist sichtbar geworden. Sie bringt uns dazu, dem Leben ohne Gott und allen sündigen Leidenschaften den Rücken zu kehren. Jetzt, in dieser Welt sollen wir besonnen, gerecht und voller Hingabe an Gott leben. Denn wir warten auf das wunderbare Ereignis, wenn die Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Erlösers, Jesus Christus, erscheinen wird. Er gab sein Leben, um uns von aller Schuld zu befreien und zu reinigen und uns zu seinem eigenen Volk zu machen, das bemüht ist, Gutes zu tun.“
(Titus 2,11-14 Neues Leben)
Gottes Gnade möchte den Menschen nicht nur retten, sondern Gott möchte durch sie auch Menschen verändern. Wer schon einmal versucht hat, Verhaltensweisen aus eigener Kraft abzulegen, weiß, wie schwer das ist. Die gute Nachricht heute ist: Du musst das nicht aus eigener Kraft schaffen! Gott möchte Dich durch seine Gnade Stück für Stück verändern. Das finde ich befreiend und wohltuend. Dadurch kann ich morgens den Tag in Gottes Hände legen und darauf vertrauen, dass er die Veränderung in mir, durch mich und mit mir vollbringen wird.

Wo hast Du schon einmal Gottes Gnade erlebt? Wie hat sie Dein Leben verändert?