Ärger in Korinth

Aufstieg Hochhädderich
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Ich habe heute in meiner persönlichen Bibellesung mit dem 1. Brief an die Korinther begonnen. Dieser Brief stammt vom Apostel Paulus und ist für mich ein ganz besonderes Schreiben. Um ehrlich zu sein – es ist kein besonders schöner und ermutigender Brief… Die Briefe an die Römer und an die Galater gefallen mir da mehr, die sind so schön ermutigend und aufbauend.

Die Gemeinde in Korinth hingegen ist aufgrund von diversen Streitereien ziemlich zerstritten. Paulus hat von ihren Auseinandersetzungen erfahren und versucht, ihnen nun den Kopf zurecht zu rücken. Mich berührt daher der Einstieg, den Paulus gewählt hat. Er fängt nicht mit einer Donnerwetterpredigt an, sondern mit dem eigentlichen Fundament der Gemeinde – Jesus Christus:

„Die Botschaft von Christus ist der feste Grund eures Glaubens. Darum fehlt bei euch keine der Gaben, die Gottes Geist den Glaubenden schenkt. So wartet ihr darauf, dass Jesus Christus, unser Herr, für alle sichtbar kommt. Er wird euch die Kraft geben, im Glauben festzubleiben und das Ziel zu erreichen, so dass ihr vor ihm bestehen könnt, wenn er kommt. Darauf könnt ihr euch verlassen, denn Gott steht zu seinem Wort. Er selbst hat euch ja zur Gemeinschaft mit seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, berufen.“ (1. Korinther 1,6-9 Hoffnung für alle)
Es ist kein Zufall, dass die Korinther eine Gemeinde bilden – Gott hat sie dazu berufen. Paulus weiß genau wie es in der Gemeinde in Korinth gerade ausschaut und doch scheint er hier zu sagen: „Gott hat euch berufen – das ist die Hauptsache.“ Auch wenn es in Korinth gerade drüber und drunter zu gehen scheint, so hat Gott die Gemeinde dennoch berufen und daran gibt es nichts zu rütteln. Und weil Gott die Gemeinde berufen hat, so ist er ihnen auch treu und steht hinter ihnen. Er lässt sie in ihren Schwierigkeiten nicht im Stich, sondern möchte sie stärken, damit sie im Glauben festbleiben.
So manches Mal geht es auch heute noch chaotisch in den Gemeinden zu. Auch heute gibt es immer wieder Zank und Streit in den Kirchen. Gottes Bodenpersonal ist nicht perfekt. Und doch steht er hinter seinen Leuten und möchte sie unterstützen wo es nur geht. Er lässt sich von den Streitereien nicht beirren, sondern möchte seine Freunde ans Ziel bringen. Gott hat immer die Ewigkeit vor Augen und er wird alles in seiner Macht stehende tun, damit wir dieses Ziel erreichen. Was kann da noch schiefgehen?

Allein durch die Gnade

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Foto: K. Müller / nachgedachtblog

„Amazing Grace“ ist ein Lied, das um die Welt ging und seit seiner Entstehung unheimlich viele Menschen tief berührte. Dieses Lied ist mittlerweile zu einem meiner Lieblingslieder geworden. Es erzählt davon wie Gottes erstaunliche Gnade einen Menschen gerettet hat – einen Menschen, der diese Rettung aus menschlicher Sicht gar nicht verdient hätte. Übersetzt heißt der Titel „Erstaunliche Gnade“.

Erstaunliche Gnade – daran musste ich auch denken als ich in meiner Bibel las:

„Denn die Gnade Gottes, die allen Menschen Rettung bringt, ist sichtbar geworden. Sie bringt uns dazu, dem Leben ohne Gott und allen sündigen Leidenschaften den Rücken zu kehren. Jetzt, in dieser Welt sollen wir besonnen, gerecht und voller Hingabe an Gott leben. Denn wir warten auf das wunderbare Ereignis, wenn die Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Erlösers, Jesus Christus, erscheinen wird. Er gab sein Leben, um uns von aller Schuld zu befreien und zu reinigen und uns zu seinem eigenen Volk zu machen, das bemüht ist, Gutes zu tun.“
(Titus 2,11-14 Neues Leben)
Gottes Gnade möchte den Menschen nicht nur retten, sondern Gott möchte durch sie auch Menschen verändern. Wer schon einmal versucht hat, Verhaltensweisen aus eigener Kraft abzulegen, weiß, wie schwer das ist. Die gute Nachricht heute ist: Du musst das nicht aus eigener Kraft schaffen! Gott möchte Dich durch seine Gnade Stück für Stück verändern. Das finde ich befreiend und wohltuend. Dadurch kann ich morgens den Tag in Gottes Hände legen und darauf vertrauen, dass er die Veränderung in mir, durch mich und mit mir vollbringen wird.

Wo hast Du schon einmal Gottes Gnade erlebt? Wie hat sie Dein Leben verändert?