Lieblingsbücher: „Liebe ohne Grenzen“

Seit Jahren habe ich eine besondere Vorliebe für Indien und Sri Lanka. Das liegt sicherlich daran, dass eine meiner besten Freundinnen zu Schulzeiten aus Sri Lanka kommt, aber auch daran, dass wir in der 7. und 8. Klasse auf der Realschule ein besonderes Indienprojekt fächerübergreifend (Deutsch/Religion/Kunst) hatten. Wir hatten als Klasse ein Heft über Indien zusammengestellt mit Zeichnungen und Informationen über Land und Leute. Der Erlös dieses Heftes floss in ein Hilfsprojekt ein. Seitdem schätze ich Indien sehr und so wurde ich sehr neugierig als dieses Jahr das Buch „Liebe ohne Grenzen“ von Pranitha Timothy und Anna Koppiri herauskam – eine Biographie über eine ganz besondere Frau, die in Indien Menschen aus der Sklaverei rettet. Das Buch hat mich gefesselt und tief berührt. Es ist zu einem meiner Lieblingsbücher inzwischen geworden. Daher möchte ich es euch heute hier vorstellen.

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Quelle: http://www.scm-haenssler.de/liebe-ohne-grenzen-7481017.html?___SID=U&sqid=576517

Pranitha ist in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen – ihre Eltern sind Missionare in Indien. In ihrer Teenie- und Jugendzeit verliert sie aufgrund von Ereignissen und Umständen ihren Glauben und entwickelt sich immer mehr zur Soziopathin. Es macht ihr Freude, andere Menschen zu quälen und sie entdeckt die große Macht, die sie auf andere Menschen hat. Durch christliche Literatur findet sie zu Gott zurück und widmet von nun an ihr Leben für Gott. Auch eine schwere Krankheit kann ihren neu gefundenen Glauben und ihre neue Liebe zu anderen Menschen nicht brechen. Sie setzt sich von nun an für die Ärmsten der Armen ein und riskiert dabei sehr viel. In ihrem Buch erzählt sie zusammen mit der Autorin Anna Koppri ihre Geschichte und berührt damit den Leser zutiefst.

Ihre Geschichte ist spannend und berührend. Sie fasziniert und erschreckt zugleich. Faszination, weil es einfach unfassbar ist wie Gott Menschen verändern kann und erschreckend, weil die Lebensumstände in Indien einfach die Hölle für einen größeren Teil der Bevölkerung sind. Moderne Sklaverei scheint für uns weit entfernt zu sein. Für zahlreiche Menschen in Indien ist sie bittere Realität von der Menschen aller Altersgruppen betroffen sind.

Damit regt das Buch zum Nachdenken an. Pranitha Timothy ist für mich während des Lesens zu einem Vorbild geworden. Was sie leistet, ist einfach unvorstellbar und großartig. So wie sie würde ich mich auch gerne für andere Menschen einsetzen und sie mit Gottes Liebe beschenken.

Das Buch ist in Ich-Form gehalten und die Sprache ist durchgängig im Präsens. Das fand ich anfangs ungewohnt, aber ich gewöhnte mich schnell daran, sodass mich diese Zeitform nicht mehr in meinem Lesefluss störte. Etwas verwirrend fand ich am Anfang die zahlreichen Verwandten. Ich konnte nicht immer so gut zwischen den einzelnen Großelten unterscheiden. Dennoch ist das für mich nur ein kleiner Kritikpunkt, der für mich im Großen und Ganzen meiner Bewertung keinen Abbruch tut, da mich die Geschichte wirklich ergriffen hat. Sie hat mich inzwischen so sehr berührt, dass ich sie für eine Kurzpredigt sogar schon verwendet habe.

Das Buch ermutigt, nicht aufzugeben, immer auf Gott zu vertrauen, der eigenen Berufung zu folgen und in andere Menschen zu investieren. Ich kann das Buch daher nur wärmstens weiterempfehlen.

„Liebe ohne Grenzen“ von Pranitha Timothy und Anna Koppri. Hardcover. 304 Seiten. ISBN 978-3-7751-5673-8. 19,95 EUR.  Kann auf www.scm-haenssler.de erworben werden.

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Britt-Marie war bei mir

u1_978-3-8105-2411-9-56703803Britt-Marie hat sich frisch von ihrem Mann getrennt. Als sie feststellt, dass sie nicht eines Tages tot in ihrer Wohnung aufgefunden werden möchte, ohne dass sie von jemandem vermisst wird, begibt sie sich auf Stellensuche. Das Arbeitsamt vermittelt ihr eine Hausmeisterstelle im Jugendzentrum von Borg, einem kleinen, aussterbenden Kaff. Mit ihrer verschrobenen Art stellt sie bald das Dorf auf den Kopf.

Da ich Frederik Backmans andere Bücher gelesen habe, musste ich einfach auch dieses Buch lesen. Und wieder ist es ihm gelungen, mich zu fesseln und zum Lachen zu bringen. Sein Schreibstil ist ungewöhnlich. Die Sätze sind kurz, die Kapitel dafür lang. Ich gebe zu, dass mich dieses Mal sein Schreibstil etwas gelangweilt hat. Zu oft wurden mir manche Dinge wiederholt. Das war teilweise etwas nervig. Andererseits unterstreicht er damit die gewöhnungsbedürftigen Charaktereigenschaften von Britt-Marie, die durch das ganze Buch erhalten bleiben.

Wie auch in seinen anderen Büchern sind seine Charaktere außergewöhnlich und teilweise auch sperrig. Im realen Leben würde ich jemand wie Britt-Marie meiden. Sie wäre mir zu anstrengend. Hier im Buch habe ich sie liebengelernt. Ja, sie ist unbequem, aber sorgt gerade dadurch für komische Situationen, die mich zum Lachen brachten. Ihre Veränderung – insbesondere was das Zulassen von Gefühlen angeht – hat mich berührt. Auch ihre Geschichte. Auch die meisten anderen Charaktere waren für mich liebevoll gezeichnet und ich konnte sie schnell ins Herz schließen.

Ins Nachdenken gebracht haben mich dann einige Sätze, die der Autor insbesondere gegen Ende einfließen lässt. So zum Beispiel: „Denn wenn wir den Menschen, die wir lieben, nicht verzeihen, wer bleibt dann noch? Was ist Liebe, wenn sie nicht bedeutet, unsere geliebten Menschen zu lieben, gerade wenn sie es nicht verdienen?“ (S. 336)

Als Fazit bleibt mir zu sagen: Britt-Marie war hier bei mir und hat sich definitiv in mein Herz geschlichen. Ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die lustige, aber auch tiefsinnige Geschichten mögen.

„Britt-Marie war hier“, Fischer Krüger Verlag, 2016, ISBN 978-3-8105-2411-9, 384 S. gebunden mit Schutzumschlag, 19,99 EUR. Das Buch kann hier gekauft werden: http://www.fischerverlage.de/buch/britt-marie_war_hier/9783810524119

Lieblingsbücher: Gott auf der Spur

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Foto: http://www.gerth.de/fileadmin/bilder/produkte/big/817105b.jpg

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das in den letzten Tagen und Wochen zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist und das ich euch wärmstens empfehlen möchte. Eine Geschichte daraus habe ich euch zumindest teilweise in Gott erleben: Du bist angenommen! nacherzählt.

Was ist Gnade und wie verändert sie Menschen? Lee Strobel geht diesen Fragen in seinem Buch nach und trifft auf Menschen, die von Gott von Grund auf verändert wurden: ein Straßenkind, das mehr als nur eine liebevolle Familie findet, ein Ehepaar, das nach einer heftigen Ehekrise wieder zueinander finden oder ein Junkie, der es schafft, clean zu werden.

Die Interviews mit diesen Menschen haben mich zum Großteil tief berührt. Es ist großartig zu sehen, wie Gott jedem Menschen nachgeht und wie er jeden zum Positiven verändern möchte. Das Buch ist eine Einladung an den Leser, ebenfalls sein Leben diesem Gott anzuvertrauen – einem Gott, der einen so liebt wie man ist, aber nicht so lässt.

Manche Geschichten haben mich mehr berührt als andere. Nichtsdestotrotz ist jede auf ihre Art einzigartig und wunderbar. Das Einzige, was mich teilweise in meinem Lesefluss gestört hat, war der Interviewstil, in dem das Buch gehalten war. Insbesondere da der Autor Journalist ist, hätte ich mir hier eher Porträts als Interviews in der Darstellung gewünscht, da die Form des Interviews mich eher daran hinderte, voll und ganz in die jeweilige Geschichte einzutauchen.

Hochinteressant fand ich auch die Zusammenstellung der Bibeltexte zum Thema Gnade am Ende des Buches. Dies hilft dem Leser, das Thema der Gnade zu vertiefen und biblisch zu untermauern.

Mich hat dieses Buch jedenfalls begeistert und mitgerissen. Ich kann es daher nur wärmstens weiterempfehlen.

Lee Strobel: „Gott auf der Spur: Ein Journalist trifft Menschen, deren Leben von Gott total verändert wurde.“ Gerth Medien, 256 Seiten, 14,99 EUR. Ihr könnt das Buch auf www.gerth.de erwerben.

„Bedingungslos geliebt“

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Foto: http://www.fontis-verlag.com/buch/timothy-keller-bedingungslos-geliebt/

Ich habe gerade ein Buch beendet, das mich so begeistert hat, sodass ich es euch heute unbedingt vorstellen möchte. Der Titel lautet „Bedingungslos geliebt. Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater“ von Timothy Keller. Es handelt sich dabei um ein christliches Sachbuch. Der Autor legt die bekannte Geschichte vom verlorenen Sohn aus Lukas 15 aus. Es ist eine Geschichte, die Jesus erzählt hat.

Sie handelt von zwei Söhnen und ihrem Vater. Der jüngere Sohn verlangt vom Vater sein Erbe und zieht fort. Als sein Geld weg ist und er nur noch Schweine hüten darf, ist er ganz tief unten angekommen. Da besinnt er sich darauf wie gut er es beim Vater hatte und beschließt, zu ihm als Tagelöhner zurück zu gehen. Der Vater sieht ihn schon von weitem und kommt ihm entgegen. Er nimmt ihn wieder als Sohn und Erben an und schmeißt eine große Party für ihn. Der ältere Sohn bekommt das mit und ist richtig eifersüchtig auf seinen jüngeren Bruder. Der Vater macht ihm klar, dass auch ihm bereits alles gehören würde und er sich stattdessen lieber freuen solle, dass sein Bruder wieder zurückgekehrt sei. Damit endet das Gleichnis von Jesus.

Der Autor analysiert und interpretiert nun diese Geschichte neu. Dabei bleibt er nahe am biblischen Text. Er versucht, ihn zu erklären und verständlich zu machen. Im Gegensatz zu manchen anderen christlichen Autoren schweift er nicht in erzählerische Beispiele aus seinem eigenen (Er-)Leben ab, sondern bringt nüchtern und sachlich seine Ausführungen an.

Inhaltlich fokussiert er sich stark auf den älteren Sohn, der beim Vater daheim blieb. Dies ist ein Ansatz, der sich nicht so häufig in der Literatur rund um diese Geschichte finden lässt. Meist steht eher der jüngere Sohn oder der Vater im Mittelpunkt, hier nun der Ältere. Keller macht hier deutlich, dass Christsein mehr ist, als nur den moralischen Verpflichtungen nachzukommen. Christsein bedeutet, Gottes Liebe und seine Gnade wirklich verstanden zu haben und aus diesem neuen Verständnis heraus, sich Stück für Stück verändern zu lassen:

„Gottes Gnade und Gunst können wir uns nicht verdienen, was auch immer wir tun. Wir können nur glauben, dass er sie uns in Jesus Christus geschenkt hat, und sie durch den Glauben annehmen. Wenn wir aber wahrhaftig an den glauben und demjenigen vertrauen, der uns aufopferungsvoll gedient hat, dann verwandelt uns das in Menschen, die Gott und ihrem Nächsten ebenfalls aufopferungsvoll dienen. Wenn wir sagen: „Ich glaube an Jesus“, ohne dass dies Auswirkungen auf die Art und Weise hat, wie wir leben, dann ist die Antwort nicht so sehr, dass wir uns nun über unseren Glauben hinaus noch ordentlich Mühe geben müssen, als vielmehr, dass wir Jesus in Wirklichkeit noch gar nicht verstanden haben oder noch nicht an ihn glauben.“ (Aus: „Bedingungslos geliebt“, Timothy Keller, Basel: fontis – Brunnen, S. 129, 2015)

Mich hat dieser Gedanke erneut fasziniert, dass es allein Gottes Gnade ist, die Menschen verändern kann. Der Mensch schafft es nicht, indem er sich anstrengt und abmüht, sondern allein durch die Gnade.

Ich habe das Buch als sehr wertvoll empfunden und kann es daher jedem nur wärmstens weiter empfehlen. Ihr könnt es hier erwerben.

„Bedingungslos geliebt. Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater“. Timothy Keller. Basel: fontis-Brunnen. 2015. 144 Seiten. 12,99 EUR.

 

Die Seele bewahren

Gerth Medien Asslar Ortberg "Hüter meiner Seele"
Foto: http://www.gerth.de

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das mich begeistert und fasziniert hat: „Hüter meiner Seele: Ordne die verborgene Welt deiner Seele – sie ist das Wertvollste, das du hast“ von John Ortberg.

Was ist die Seele eigentlich? Welchen Raum nimmt sie in meinem Leben ein? Wie kann ich mein Leben so leben, dass sich die Seele voll entfalten kann? Diesen Fragen geht John Ortberg in „Hüter meiner Seele“ nach und kommt dabei  zu überraschenden Antworten. Vorab sei gesagt – es handelt sich hier um ein christliches Buch. John Ortberg beantwortet die Definition der Seele und die anderen Fragestellungen zum Thema daher für sich aus der Bibel heraus.

Dabei überzeugt er mit einer großen Warmherzigkeit und Leichtigkeit, die überrascht. Das Buch lässt sich trotz des ernsten Themas sehr gut lesen und stellt eine wahre Bereicherung dar. Nicht zu vergessen ist auch so manche lustige Stelle – John Ortberg hat einen tollen Humor und lockert damit so manche trockene, ernste Stelle auf.

Besonders postiiv überrascht hat mich seine Ehrlichkeit. Auch wenn ich es aus seinen anderen Büchern kenne, dass er auch sein Versagen offenlegt, so hat es mich doch hier überrascht und überzeugt, dass er hier über ganz persönliches und fast intimes Versagen spricht. Er steht dabei zu seinen Fehlern ganz offen und verharmlost sie nicht – zeigt aber gleichzeitig auch die Macht der Vergebung und der Veränderung auf und genau das macht ihn dann als Autor so glaubwürdig und authentisch.

Etwas hinderlich  fand ich allerdings die zahlreichen bzw. Vorwort, Prolog, Einführung, die sich dann insgesamt über 32 Seiten ziehen. Das war mir etwas zu lang. Ich habe dadurch etwas mehr Zeit gebraucht, um ins Buch und in die Thematik reinzukommen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt für mich.

Das ändert für mich aber nichts an diesem insgesamt großartigen Buch, das ich sehr gerne allen weiterempfehle, die gerne christliche Ratgeberbücher lesen.

John Ortberg: „Hüter meiner Seele – Ordne deine Seele, sie ist das Wertvollste, das du hast“, Gebunden mit Schutzumschlag, 288 Seiten, Gerth Medien, 2015, 16,99 EUR. Das Buch kann hier erworben werden.

Schuldig oder unschuldig?!

Heute habe ich eine Buchempfehlung für euch, die fast schon wie ein Stilbruch gegenüber meinen sonstigen Beiträgen wirkt. Ich habe dieser Tage einen Thriller beendet, der mich richtig ins Nachdenken gebracht hat. Dadurch passt das Buch dann doch wieder ganz gut hier rein… 🙂 Die Autorin Antonia Fennek, selbst im Maßregelvollzug beruflich tätig, geht in ihrem Buch der Überlegung nach: Angenommen, du wärst unschuldig in der forensischen Psychiatrie und keiner würde dir glauben – was wäre dann?

Geschwärzt Antonia Fennek Thriller Egmont-Lyx Regina Bogner Anabel Bogner Peter Bräuning
Foto: http://www.egmont-lyx.de/buch/geschwaerzt/

Inhalt:

Peter Bräuning ist der Neuzugang in der forensischen Psychiatrie, in dem die junge Anabel Bogner gerade ihr Praktikum macht. Trotz seiner rechtmäßigen und sehr beweiskräftigen Verurteilung wegen einer schweren Sexualstraftat, beteuert Bräuning weiterhin, dass er unschuldig sei. Nur die junge  Praktikantin Anabel Bogner scheint ihm zu glauben und begibt sich dabei selbst in einen gefährlichen Graubereich zwischen Gerechtigkeit, Recht und Selbstjustiz.

Meine Meinung:

Das Buch ist ein wahrer Pageturner! Ich konnte es kaum aus der Hand legen – so mitreißend und spannend war es geschrieben. Die Charaktere wirken authentisch und glaubwürdig und die Autorin, Antonia Fennek, versteht es, sehr geschickt Zweifel zu säen.

Die große Frage des Buches lautet: Ist Bräuning schuldig oder unschuldig? Kaum war ich geneigt, ihm zu glauben, kamen schon wieder Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit hoch. Es war ein wahres Wechselbad der Gefühle – von Kapitel zu Kapitel. Einerseits möchte man als Leser Bräuning glauben, doch da sind wiederum die belastenden Beweise und Aussagen vonseiten diverser Personen. Wem kann man da Glauben schenken? Gegen Ende des Buches nimmt die Spannung noch zu und die Handlung wird actionreicher.

Sehr interessant war es für mich auch, durch das Buch einen Einblick in den Alltag einer forensischen Psychiatrie zu bekommen. Da die Autorin selbst in so einer Einrichtung arbeitet, stammen diese Informationen quasi aus erster Hand und sind sehr informativ und eindrücklich, aber ohne trocken zu sein. Sie verleihen dem Buch erst die richtige Würze.

Das Buch hat mir großen Spaß beim Lesen gemacht. Zu gerne würde ich weitere Bücher aus der Reihe lesen. Wer den Vorgängerband „Schwarzweiß“ gelesen hat, kommt an „Geschwärzt“ nicht vorbei. Beide Bücher lassen sich aber auch gut voneinander getrennt lesen, da es sich um in sich abgeschlossene Geschichten handelt.

Ich kann „Geschwärzt“ jedenfalls allen Krimi- und Thrillerfans nur wärmstens weiterempfehlen. Spannung und Rätselraten sind garantiert!

Antonia Fennek: „Geschwärzt“. Egmont Lyx, 544 S., 9,99 EUR, ISBN 978-3-8025-9534-9. Das Buch kann hier erworben werden.

„Wunderbar geleitet“ – Ein Buch von und für Frau(en)

139 Frauen lassen sich in der sonst so männerdominierten Bibel finden. Elisabeth Mittelstädt hat in ihrem Buch fünf von ihnen herausgegriffen: Lydia, Ruth, Noomi, Rahel und Lea. Ihre Geschichten zeigen wie wunderbar Gott Menschen leitet. Dadurch werden diesen Frauen zu Vorbildern, die berühren und ermutigen.

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Foto: gerth.de

Das Cover des Buches ist einladend und sieht sehr edel aus. Um ehrlich zu sein, habe ich schon lange kein Buch mehr in der Hand gehalten, das so toll aussieht. Auch das Schriftbild im Buch selbst ist sehr angenehm zu lesen – gerade auch durch die großen Zeilenabstände.

Der Schreibstil der Autorin ist oft sehr narrativ gehalten. Sie erzählt die Geschichten der Frauen nach und lässt dadurch ihre Leserinnen – die Zielgruppe des Buches sind Frauen – mit den Protagonistinnen mitfiebern und mitfühlen. Als Leserin wird man aber nicht nur in die biblischen Geschichten, sondern auch in Elisabeth Mittelstädts eigenes Leben entführt. Nicht immer empfand ich diese Überleitung auf ihr eigenes Leben und ihre persönlichen Beispiele als passend. An einigen Stellen hätte ich mir mehr Arbeit mit dem biblischen Text als die persönlichen Erfahrungen gewünscht. Auch erschienen mir manche ihre Interpretationen der biblischen Geschichten als zu weit hergeholt und als zu weit weg vom biblischen Text. Damit möchte ich nicht sagen, dass sie falsch wären, aber ihre Ausführungen trafen für mich daher nicht immer das, was die biblische Geschichte damit in ihrer Grundaussage sagen wollte. Hier hätte ich mir dann doch etwas mehr an exegetischer Arbeit gewünscht.

Dennoch gab es sehr viele Stellen, die mich berührt, ermutigt und herausgefordert haben und es gibt auch den einen oder anderen Satz, den ich mir beim Lesen farbig markiert habe. Ein Stelle, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist folgende:

„Gott lenkt die Schritte seiner Kinder. Und er schickt denen, die ihm vertrauen, immer wieder Überraschungen über den Weg.“ (S. 44)

Das Buch regt immer wieder zum Nachdenken und Innehalten an. Gerade auch durch die Fragen zu jedem einzelnen Kapitel am Ende des Buches eignet es sich wunderbar zum Selbststudium und zum gemeinsamen Lesen in Haus- und Bibelkreisen.

„Wunderbar geleitet“ ist ein Buch, das inspiriert, nachdenklich macht und ermutigt und das ich nur wärmstens anderen Frauen weiterempfehlen kann. Hier könnt ihr es käuflich erwerben!