Gott erleben: Er ist auferstanden!

Sulzberg
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Ostersonntag – der Tag des Osterhasens und der Ostereiersuche, aber auch der Tag der Auferstehung Jesu. Nach den Tagen des Fastens, der Trauer und der Stille kommt nun ein Tag der Freude, des Fröhlichseins und des Feierns. Ich bin im christlichen Glauben großgeworden. Da ich die Geschichte um Jesu Tod und Auferstehung quasi in- und auswendig kenne, war es schwierig für mich, nachzuempfinden wie es wohl den Jüngern am allerersten Ostersonntag ging.

Das änderte sich, als ich als Teenie einen Film über einen Stamm auf Papua-Neuguinea sah. Die Mouk haben ihre eigene Stammesreligion. Besonders heftig empfand ich eine Szene, in der eine Frau ihren Mann beerdigen musste. Da gab es keine Blumen am Grab, keine Musik, keine gutklingenden Reden mit tröstenden Worten. Da war einfach nur  Trauer und grenzenlose Verzweiflung spürbar. Es gab keine Hoffnung auf ein Wiedersehen, keine Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits. Einfach nur Verzweiflung und Trauer.

Das änderte sich erst als christliche Missionare ins Dorf kamen. Erst lebten sie einige Zeit im Dorf, lernten die Sprache der Mouk und ihre Traditionen und Kultur kennen. Irgendwann begannen sie eine Vortragsreihe. Sie erzählten einfach die biblischen Geschichten nach. Danach erzählten sie vom großen Erlösungsplan Gottes mit den Menschen und zeigten anhand der gleichen Geschichten auf wie sehr Gott die Menschen liebt. Am Ende des letzten Vortrages – sozusagen nach der Geschichte um die Auferstehung Jesu – bekehrte sich das ganze Dorf.

Die Veränderungen, die in den Menschen vorgingen, waren deutlich spürbar. Wo vorher Angst, Trauer und Verzweiflung herrschten, zogen nun Freude, Friede und Hoffnung ein. Die Angst vor dem Tod war verschwunden, ebenso die Hoffnungslosigkeit. Die Freude überwog.

Ich glaube – so ähnlich müssen sich auch die Jünger vor fast 2.000 Jahren gefühlt haben. Wie verzweifelt und traurig müssen sie am Karfreitag und Karsamstag gewesen sein. Sie hatten sich in einen Raum eingeschlossen und versuchten zu begreifen, was da vor sich gegangen war. Ich stelle mir vor wie die Jünger ungläubig auf die Berichte der Frauen reagierten, die vom leeren Grab erzählten. Jesus war auf einmal weg! Das konnte doch nur ein böser Streich der Feinde von Jesus gewesen sein! Eine Auferstehung – das ist doch nicht möglich!

Und dann stand er doch auf einmal vor ihnen. Plötzlich war er mitten unter ihnen und zeigte ihnen die Stellen an seinen Füßen und Händen wo man immer noch die Nägelmale sehen konnte. Ich stelle mir vor, wie sich zunächst ungläubig anschauten und wie sich  dann ihre Trauer in Freude verwandelte und ihre Skepsis in Staunen. Vor Freude fielen sie sich in die Arme und vielleicht tanzten sie sogar wie die Mouk vor lauter Freude darüber, dass Jesus wieder da war.

Das ist die wahre Osterfreude. Es ist nicht die Freude, weil man das schönste Osterei entdeckt hat, sondern es ist die Freude, die Trauer und Verzweiflung überwindet. Das heißt nicht, dass man nicht den Verlust eines geliebten Menschen beweinen wird, aber über kurz oder lang wird die Hoffnung und Vorfreude auf das Wiedersehen überwiegen. Daher erinnert mich Ostern jedes Jahr an diese Auferstehungshoffnung: Mit dem Tod ist nicht alles aus, sondern er ist nur ein kurzes Intermezzo – sowas wie ein Schlaf – bis wir Jesus dann endlich sehen.

Diese Freude schwingt in dem christlichen Ostergruß mit, mit dem ich euch heute ebenfalls grüßen möchte: „Christus ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden!“

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„Das tat ich für Dich – was tust Du für mich?“

Aufstieg Hochhädderich Kreuz Allgäu
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Von Domenico Feti wird erzählt, dass er eines Tages von der Stadt Düsseldorf den Auftrag bekam, ein neues Altarbild für die Kirche zu malen. Es sollte die Kreuzigung Jesu darstellen. Doch Domenico tat sich sehr schwer damit, die Szene zu malen. Er kam einfach nicht weiter und so ging er eines Tages in den Wald, um auf neue Gedanken zu kommen. Auf einer Lichtung sah er ein junges Zigeunermädchen tanzen. Das Bild fesselte ihn so sehr, dass er schnell seinen Zeichenblock hervorholte und anfing sie zu skizzieren. Er sprach sie an und lud sie in sein Atelier ein, damit er sie fertig malen könne. Das Mädchen hieß Pepita.

Als sie in sein Atelier kam, fiel ihr Blick auf das Altarbild. Erschrocken fragte sie den Maler, was das Bild denn bedeuten würde und warum dieser Mann so leiden müsse. Sie löcherte Domenico so lange bis er ihr schließlich genervt die Geschichte von Jesus erzählte. Als er sie beendete, liefen Tränen über Pepitas Wangen. Sie fragte ihn: „Ihr müsst ihn doch sehr lieben, weil er das alles für Euch getan hat, Herr, oder?“ Domenico war von dieser Frage beschämt. Darüber hatte er noch nie nachgedacht. Sie war für ihn einfach nur eine Geschichte wie jede andere auch gewesen – ohne eine Bedeutung für sein Leben. Er hatte sie so oft gehört, dass sie ihn gar nicht mehr berührte. Aber nun verfolgte ihn diese einfache Frage: „Nicht wahr – ihr liebt ihn doch sehr?“

Sie ließ ihn nicht mehr los und quälte ihn regelrecht. Er fing an, nach einer Antwort zu suchen und stieß so auf eine heimliche Versammlung von Protestanten. Das war noch zu einer Zeit als sich die Evangelischen heimlich treffen mussten, um ihren Glauben auszuleben. Bei einer ihrer Versammlungen kam Domenico zum Glauben an Jesus Christus. Dort fand er endlich die Antwort auf seine Frage und er beschloss, ein neues Altarbild zu malen.

Dieses Mal wollte er mit seinem Bild Jesu Liebe zu uns Menschen darstellen. Es sollte nicht mehr das Leiden, sondern Gottes unerschöpfliche Liebe zu uns zeigen und der Betrachter sollte dadurch zu einer Antwort aufgefordert werden. Unter das Bild schrieb er die Worte: „Das tat ich für Dich – was tust Du für mich?“

Domenico wollte mit diesem Bild kein Geld verdienen und so schenkte er es seiner Stadt. Die Stadt stellte es in einer Galerie aus und zahlreiche Menschen kamen, um es zu sehen. Domenico stand jeden Tag in der Nähe des Bildes, um die Reaktionen zu beobachten und um davon zu erzählen, was er erlebt hatte. Eines Tages fiel ihm dort ein junges Mädchen auf, das bitterlich weinte. Er ging zu ihr hin – es war Pepita. Und dieses Mal erzählte er ihr nochmal die Geschichte von Jesus, aber dieses Mal völlig anders. Er erzählte von einem Jesus, der sie so sehr liebte, dass er sogar für sie gestorben war. Pepita übergab ihr Leben Jesus.

Ungefähr hundert Jahre später kam Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf nach Düsseldorf und besichtigte ebenfalls die Galerie. Er blieb lange vor dem Bild von Domenico Feti stehen. Ihn packte die Frage: „Das tat ich für Dich – was tust Du für mich?“ Sie ließ ihn nicht mehr los und führte ihn dazu, dass er sein Leben ebenfalls Jesus weihte. Er gründete später ein Missionswerk wodurch wiederum Tausende von Menschen von Gottes Liebe zu uns Menschen hörten.

Das Bild existiert auch heute noch. Es hängt in der alten Pinakothek in München und gibt  auch heute noch jeden Tag die Frage weiter: „Das tat ich für Dich – was tust Du für mich?“

Wer gerne das Bild sehen möchte, findest es hier.

Gott erleben: Die Karwoche

Gran Canaria
Foto: K. Müller / nachgedachtblog

Wir befinden uns wieder einmal in der Karwoche. Übermorgen ist Karfreitag – der Tag, an dem wir an Jesu Tod denken. Manchmal frage ich mich ja schon, inwieweit der 0815-Bürger noch etwas mit diesen Tagen anfangen kann. Vermutlich nicht besonders viel – sonst wäre er dieses Jahr nicht Bestandteil des Wahlprogramms mancher Parteien in Baden-Württemberg gewesen. Es ging um die Frage, ob man Discos und Clubs an diesem Tag nicht öffnen könnte, da doch das Interesse an Vergnügen und Tanz groß sei und für viele dieser Tag keine Bedeutung mehr habe. Der Karfreitag scheint heutzutage nur ein traditioneller Feiertag zu sein – ohne Bedeutung für das Leben von heute.

Für mich persönlich ist Ostern sehr wichtig – vielleicht noch wichtiger als Weihnachten (auch wenn ich Weihnachten paradoxerweise größer feiere als Ostern). Es ist für mich aber auch weniger ein Fest zum Feiern (außer der Ostersonntag), sondern vielmehr eine Zeit des Nachdenkens und des „Sich-Besinnens“. Ich denke darüber nach, was es für mich persönlich bedeutet, dass Jesus für mich gestorben ist.

Noch bevor Jesus starb, ließen ihn sämtliche Freunde im Stich. Einer seiner Freunde verriet und ein anderer verleugnete ihn sogar. Er war einsam und verlassen. Durch die schwierigste Zeit in seinem Leben musste er ganz alleine gehen. Ende des vergangenen Jahres erlebte ich eine sehr schwierige Situation und ich war sehr froh für meine Familie und meine Freunde, die mich in dieser Zeit auffingen. Ich kann es mir nicht vorstellen, wie es ist, vollkommen alleine durch Schwierigkeiten hindurch zu gehen. Jesus hat es erlebt. Am Kreuz ruft er aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Markus 15,34 Neues Leben). Sogar sein Vater, mit dem er eine besonders enge Beziehung pflegte, schien sich in diesem Moment von ihm abzuwenden.

Vielleicht fühlst Du Dich im Moment alleingelassen. Du stehst in einer schwierigen Situation und weißt nicht mehr weiter. Du hast niemanden bei dem Du Dich ausweinen kannst oder der Dich auffängt. Dann denke an Jesus am Kreuz. Er versteht Dich gut – besser als Du ahnst. Ihm kannst Du alles sagen und er liebt es, Dir zuzuhören und Dich zu hören. Hans-Joachim Eckstein soll mal gesagt haben: „Gott will nicht Neues von uns hören. Er will uns hören – und das jeden Tag aufs Neue.“ Erzähle ihm von Deinen Sorgen und Problemen und ich bin überzeugt davon, dass Gott Dir Lösungen und Auswege dafür zeigen wird. In Jesaja 66,13: „Ich selbst werde euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet.“

Der Karfreitag erinnert mich daher immer daran, dass Leid zum Leben dazu gehört. Aber gleichzeitig lehrt es uns auch, dass wir nicht völlig allein damit sind. In Jesus haben wir jemanden, der uns versteht. Er weiß, was es heißt gemobbt zu werden, allein zu sein, Schmerzen zu haben und die Welt und Gott nicht mehr zu verstehen. Karfreitag hat für mich daher die Botschaft: Weil Jesus für Dich starb, bist Du nicht mehr allein im Leid oder in schwierigen Entscheidungen und Situationen! Er steht an Deiner Seite!

Darüberhinaus bedeutet der Karfreitag auch, dass Jesus meinen Platz einnimmt. Folgt man den Gedanken der Bibel, dann ist seit dem Sündenfall das Böse in der Welt und kein Mensch hat nach dem Tod ein Paradies verdient. Wir sind zu schlecht. Gottes Anforderungen sind zu hoch – keiner von uns könnte sie aus eigener Kraft erreichen. Vielleicht nur zwei Beispiele: Wer jemand anderen als Dummkopf bezeichnet, hat ihn bereits getötet – so führt es Jesus in seiner berühmten Bergpredigt aus. Ich weiß nicht wie oft ich damit schon lahme Autofahrer vor mir „umgebracht“ habe. Genauso ist es auch damit,  wenn man einen anderen nur begehrlich anschaut – Jesus sagt dazu, dass man in diesem Moment bereits die Ehe gebrochen habe. Das sind ganz schön harte Definitionen von Mord und Ehebruch. Hätten wir in Deutschland so harte Gesetze, wären unsere Gefängnisse randvoll gefüllt und die meisten von uns würden sich hinter den schwedischen Gardinen befinden.

Gott ist ein Gott, der liebevoll und gerecht in einem ist. Aus Gerechtigkeit darf nur in den Himmel, wer sündlos ist. Aus Liebe möchte er aber jeden Menschen dabei haben. Also gab es nur eine Möglichkeit: Er selbst musste Mensch werden, hier auf der Erde leben und zeigen wie ER wirklich ist und letzten Endes für die Menschen stellvertretend sterben. Wer nun erkennt, dass man es selbst gar nicht in den Himmel schafft und wer dieses Geschenk Gottes – nämlich den Tod Jesu – für sich annimmt, der wird gerettet werden.

Der Karfreitag erinnert mich daher daran, dass ich aus eigener Kraft nicht in den Himmel kommen kann. Meine Schuld ist einfach viel zu groß und zu schwer. Aber weil Jesus an meiner Stelle gestorben ist und damit meine Schuld bezahlt hat, kann ich ewiges Leben bekommen. Dadurch gibt es Hoffnung und Zukunft.

„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.“ (Johannes 3,16.17 Neues Leben)

Gott erleben: Der kraftvolle Jesus

Ausflug Krka-Wasserfälle Kroatien
Foto: J. Müller / nachgedachtblog

Welches Bild habt ihr von Jesus? Gut, ich gebe zu, dass meine Vorstellung von ihm – zumindest was das Äußerliche angeht – stark von Bildern aus dem Kindergottesdienst oder irgendwelchen Jesus-Filmen geprägt ist: weißes Gewand, lange Haare und Vollbart. Und so vom Charakter her, habe ich auch schon gewisse Vorstellungen wie er zu sein hat: liebevoll, geduldig, vergebungsbereit, überaus freundlich (aber ehrlich, nicht schleimerisch) usw. Neulich habe ich aber im Markusevangelium etwas über ihn gelesen, das mich überrascht hat.

Es war eine Geschichte, die ich schon oft gehört hatte, mit der ich aber sonst nicht so viel anfangen konnte: Jesus hatte sich auf einen Esel gesetzt und war von einer jubelnden Menschenmenge begleitet in Jerusalem eingezogen. Dort angekommen, ging er in den Tempel. Das war nichts Außergewöhnliches, sondern was ganz Normales. Aber was dann kam, hat mich doch etwas erstaunt:

„Als er sich alles genau angesehen hatte, kehrte er, da es schon spät geworden war, mit den zwölf Jüngern nach Betanien zurück.“ (Markus 11,11b Neues Leben)

Wäre Jesus zum allerersten Mal im Tempel gewesen, dann hätte ich ja noch verstanden, dass er sich alles genau ansieht. Er war aber zu dem Zeitpunkt schon unzählige Male dort gewesen. Ein gläubiger Jude ging mehrmals im Jahr nach Jerusalem an den Festtagen, um dort im Tempel zu opfern. Jesus war mit 12 Jahren das erste Mal im Tempel gewesen, mittlerweile war er ungefähr 33 Jahre alt. D. h. er war schon unzählige Male dort gewesen. Daher habe ich hier gestutzt und mich gefragt: Warum schaut er sich jetzt alles so genau an?

Jesus führt etwas im Schilde

Nur wenige Verse später wird klar, warum er das tat. Nur einen Tag später kommt er mit seinen Jüngern wieder zum Tempel zurück und räumt dort erstmal auf:

„Als sie wieder nach Jerusalem kamen, ging Jesus in den Tempel und fing an, die Händler und die Leute, die bei ihnen kauften, hinauszutreiben. Er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer um und ließ nicht zu, dass weitere Waren durch den Tempelhof getragen wurden. Er fuhr sie an: »In der Schrift heißt es: `Mein Haus soll ein Ort des Gebets für alle Völker sein´, aber ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.«“ (Markus 11,15-17 Neues Leben)
Ich hatte dieses Rausschmeißen der Händler als eine spontane Aktion von Jesus gesehen – so im Überschwang der Gefühle oder so. Dass er das aber genauestens geplant hatte, war mir irgendwie neu. Einerseits passt das für mich nicht mit meinem Bild des pazifistischen Jesus zusammen, auf der anderen Seite faszinieren mich seine Kraft, sein autoritäres Auftreten und seine wilde Entschlossenheit. Er ist kein Weichei, er ist nicht nur sanft und lieb, sondern auch leidenschaftlich und handelt zielgerichtet.
Der Theologe John Eldredge schreibt dazu:
Jesu Handlungen wie die Tempelreinigung „… ergeben einen Sinn, wenn man versteht, dass wir hier einen Mann vor uns haben, der einen bestimmten Auftrag hat. Derselbe Mann, der sich so neckisch und schalkhaft geben kann, brennt auch regelrecht für seinen Auftrag. Wer Jesus kennenlernen will, muss wissen, dass diese wilde Entschlossenheit Teil seines Wesens ist.“ (John Eldredge, Der ungezähmte Messias, Kapitel 4, eBook S. 44. Asslar: Gerth Medien, 2013)
Als Jesus hier auf der Erde lebte, da hatte er eine Mission. Sein Auftrag war es, die Menschen mit Gott zu versöhnen und ihnen zu zeigen, wie er wirklich ist. Der Tempel war der Ort, wo die Menschen hinkamen, um Gott anzubeten und dort wurden nun die Geschäfte betrieben. Wer dort ein Opfertier kaufen wollte, musste erst sein Geld wechseln – im Tempel konnte man nur in der Tempelwährung bezahlen – und kaufte sich dann für teures Geld sein Tier.
Dadurch war der Tempel keine Anbetungsstätte mehr, sondern eine Markthalle und ein Ort, an dem Menschen das Geld aus der Tasche gezogen wurde. Das war nicht im Sinne Gottes und dagegen ging Jesus mit seiner Tempelreinigungsaktion vor. Dadurch führte er den Tempel wieder zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück: einem der Ort der Begegnung mit Gott und der Sündenvergebung.