Lieblingsbücher: Leben. Lieben. Leiten

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Foto: http://www.gerth.de/fileadmin/bilder/produkte/big/817091b.jpg

Ich habe heute ein Buch beendet, das mich wirklich gefesselt und begeistert hat und das ich euch nur wärmstens weiter empfehlen möchte:

Brian Houston ist der Begründer der weltweit bekannten Hillsong Church. In seinem Buch erzählt er von der Gründung und Entwicklung seiner Kirche, aber auch von seiner persönlichen Reise auf dem Weg des Glaubens. Gemeinsam mit seiner Gemeinde hat er Höhen und Tiefen erlebt und lässt seine Leser daran teilhaben. Dabei benutzt er seine eigenen Erfahrungen, um wichtige Weisheiten weiterzugeben. Dabei lässt er den Leser an seiner Liebe zu Jesus und an seinem tiefen Glauben teilhaben.

Mich hat das Buch berührt, gefesselt und sehr begeistert. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Bisher hatte ich – hauptsächlich von christlichen Musikkritikern – viel Negatives über die Hillsong Church gehört. Ich wollte mir daher mein eigenes Bild machen. Dieses Buch hat mein Bild von Hillsong komplett verändert. Ich erlebte darin einen Gemeindegründer mit einer Vision, der Mut macht, sein Leben Gott ganz und gar zu übergeben und ernst mit Gott zu machen.

Der Schreibstil ist sehr lebendig und die geistlichen Gedanken werden durch die zahlreichen autobiografischen Geschichten aufgelockert. Dadurch war das Buch für mich spannend zu lesen und ich konnte es nur schwer aus der Hand legen.

Ich werde es auf jeden Fall mal wieder lesen und kann es jedem nur weiterempfehlen, der gerne mehr über Hillsong erfahren und/oder in seinem Leben aufgebaut und ermutigt, aber auch herausgefordert werden möchte.

Wenn euch das Buch interessiert, könnt ihr es auf der Website von Gerth Medien bestellen.

Lieblingsbücher: Die Nightingale-Schwestern – Freundinnen fürs Leben

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Foto: http://www.luebbe.de

Ich habe in den letzten paar Wochen ein Buch entdeckt, dass dieses Jahr definitiv zu meinem Lesehighlight geworden ist und ich freue mich riesig, dass ich die nächsten beide Folgebände gestern auf der Bücherplattform „Lovelybooks“ gewonnen habe! 🙂 Jedenfalls hat mich der erste Band um die Nightingale-Schwestern von Donna Douglas schon so gepackt, dass ich euch diese Buchempfehlung nicht vorenthalten möchte… 🙂

Drei junge Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, möchten die Krankenschwesterausbildung im Nightingale Hospital machen. Doch der Weg ist mit Hindernissen gepflastert und sehr steinig. Dora kommt aus ärmlichen Verhältnissen und hat mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Millie hingegen ist für eine Adelige zu temperamentvoll und will lieber eine Ausbildung machen, als zu heiraten und Helen steht unter der Fuchtel ihrer dominanten Mutter und trägt nicht nur ein Geheimnis mit sich herum.

Direkt nach den ersten paar Seiten habe ich mich in die Charaktere und in die Geschichte verliebt. Warmherzig erzählt die Autorin von den Höhen und Tiefen, die die drei Mädchen in ihrem Alltag im Nightingale Hospital erleben. Dora, Millie und Helen werden dabei so lebendig, dass ich meinte, sie förmlich vor mir zu sehen.

Durch ihren lebendigen und spannenden Schreibstil flogen die Seiten nur so an mir vorbei. Ich konnte mit dem Lesen nicht aufhören und hätte mir noch zu gerne mehrere hundert Seiten mehr gewünscht. Aber zum Glück handelt es sich bei diesem Buch um den Auftakt einer Serie. Dadurch ist ein Wiedersehen mit Dora, Millie und Helen garantiert.

Ich kann dieses Buch nur jedem, der Geschichten mag, die voller Wärme und Lebendigkeit erzählt sind, wärmstens empfehlen. Dieses Buch ist für mich eines der Must-Reads diesen Jahres und ich freue mich schon sehr auf die Nachfolgebände!

Ihr könnt das Buch bei Bastei Lübbe erwerben.

Lieblingsbücher: Gute Geister

Als erstes muss ich mich bei euch, liebe Leser entschuldigen. Ich war letzte Woche krank und bin dann übers Wochenende weggefahren, sodass ich es leider nicht mehr rechtzeitig geschafft habe, euch mein zweites Lieblingsbuch vorzustellen. Das möchte ich heute nachholen. 🙂

Gleichzeitig möchte ich auch ankündigen, dass ich für die restliche Woche eine Pause mit dem Bloggen einlegen werde. Ich habe diese Woche sehr viele Vorlesungen und habe gerade einige wichtige Dinge in der Pipeline, die nicht warten können. Daher wird dieser Buchtipp der einzige Artikel in dieser Woche sein. Ich lade euch aber herzlich ein, in den alten Artikeln zu stöbern.

So – jetzt aber zu einem weiteren meiner Lieblingsbücher:

Gute Geister von Kathryn Stockett
Foto: http://www.randomhouse.de/

Skeeter – eigentlich heißt sie Eugenia – ist eine junge, weiße Amerikanerin aus reichem Elternhaus, die in den 60er Jahren in Jackson, Mississippi lebt. An Heiraten und Kinderkriegen hat sie kein Interesse. Sie möchte viel lieber Journalistin werden und Karriere machen. Da kommt ihr die zündende Idee für ein Buch. Doch dazu benötigt sie neben sehr viel Mut auch noch die Hilfe zweier Dienstmädchen: Aibileen und Minny.

Die Autorin überzeugt mit ihrem Roman auf ganzer Linie. Kein Wunder also, dass das Buch nicht nur ein Bestseller ist, sondern inzwischen auch schon verfilmt wurde.

Kathryn Stockett schafft es, die verschiedenen Charaktere überzeugend und authentisch darzustellen. Jeder der Charaktere schildert seine Sicht der Dinge aus der Ich-Perspektive. Dabei verwendet die Autorin auch noch unterschiedliche Schreibstile. Während Skeeter gebildet klingt und keine Umgangssprache verwendet, verwenden beide Dienstmädchen die Umgangssprache, um sich auszudrücken. Alle drei Protagonisten haben aber die Zeitform gemeinsam: Im Gegensatz zu anderen Romanen hat die Autorin hier die Gegenwart als Zeitform ausgewählt.

Das Leben der beiden Dienstmädchen wird so authentisch geschildert, dass man als Leser meint, die Autorin hätte selbst einmal als Dienstmädchen in den 60er Jahren gearbeitet – so realistisch und glaubwürdig klingen ihre Schilderungen.

Für mich als Europäerin, die ich in den 80er Jahren geboren wurde, klangen manche Vorstellungen der weißen Amerikaner unmöglich: Die afroamerikanischen Dienstmädchen wären schmutzig und mit Bakterien und Krankheiten versorgt – deswegen sollten sie bspw. eigene Toiletten benutzen und nicht die ihrer weißen Dienstherren. Darüber kann man aus heutiger Perspektive nur den Kopf schütteln und es scheint schon fast unvorstellbar, dass es im 20. Jahrhundert in Amerika Menschen gab, die tatsächlich so dachten. Gut eingeflochten in das Buch sind auch die bekannten Figuren und Geschehnisse der damaligen Zeit – bspw. Martin Luther King oder die Freedom Riders oder Kennedys Tod.

Für mich war das Buch eine sehr überzeugende Darstellung der Mentalität und des Denkens der Menschen in den Südstaaten in den 60er Jahren. Die Autorin überzeugt mit der großen Warmherzigkeit ihrer Hauptprotagonisten und ihrer authentischen, glaubwürdigen Darstellung. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen und vergebe ihm daher fünf Sterne.

Lieblingsbücher: „Patricia St. John – Die Autobiographie“

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Foto: https://www.fontis-verlag.com/buch/patricia-st-john-die-autobiografie/

Patricia St. John ist durch ihre zahlreichen, christlichen Kinderbüchern einer ganzen Reihe von Lesern bekannt. Ihre Klassiker wie „Spuren im Schnee“, „Das Geheimnis vom Wildenwald“ oder „Der verschlossene Garten“ haben viele Kinderherzen höher schlagen lassen. Doch wer war die Frau hinter diesen spannenden Büchern? Patricia St. John lässt es sich nicht nehmen und erzählt aus ihrem spannenden Leben.

Mir ist Patricia St. John schon von Kindesbeinen an ein Begriff. Ich habe ihre Bücher geliebt und auch die Verfilmungen. Daher habe ich mich umso mehr darüber gefreut, dass ihre Autobiographie nun veröffentlicht wurde.

Ihr Humor und ihr fröhlicher Schreibstil ziehen sich durch das gesamte Buch hindurch. Selbst in den schwierigen Kapiteln ihres Lebens spürt der Leser wie sehr sich die Autorin von Gott getragen weiß. Das berührt zutiefst und die Autorin wird dadurch zu einem Vorbild.

Besonders interessant und faszinierend war für mich ihre Zeit in Marokko als Missionarin. Insbesondere in unserer heutigen Zeit ist es interessant und faszinierend zu lesen wie sie in einem muslimischen Land und unter damals schon schwierigen Bedingungen Muslime zu Christus führte. Ihre Liebe zu den Menschen ist auf jeden Fall ansteckend.

Patricia St. John ist eine sehr berührende Autobiographie, die mit Authentizität, Warmherzigkeit und positiver Ausstrahlung überzeugt und dadurch zu einem wahren Pageturner wird.

Lieblingsbücher: Skarabäus und Schmetterling

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Foto: http://www.gerth.de

Ich möchte euch heute eines meiner absoluten Lieblingsbücher vorstellen. Es ist ein Buch, das mich letztes Jahr in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen hat und das ich deshalb euch heute weiter empfehlen möchte:

 

Die junge Deutsch-Britin Sarah reist in den 1920er Jahren mit ihrer „Ziehmutter“ und Freundin Alison nach Ägypten, um Howard Carter bei seiner neuen Ausgrabung zu beobachten. Doch kaum dort angekommen treffen sie nicht nur auf zwei sympathische junge Männer – Andreas und Jacob – die sich beide in Sarah verlieben, sondern werden dort auch von gefährlichen Anschlägen bedroht. Nicht nur einmal gerät Sarah in tödliche Gefahr.

90 Jahre später wird auch Sarahs Nachfahrin Rahel immer wieder von Unbekannten lebensgefährlich bedroht und wieder geht es um die damaligen Ausgrabungen von Howard Carter und einigen damals verschwundenen Artefakte. Mithilfe ihrer Freunde Falk, Emma, Daniel, sowie dem Briten Duke versucht sie das Rätsel zu lösen.

Ich liebe ja dicke Wälzer und Elisabeth Büchle hat mit diesem 576 Seiten umfassenden Buch ein ganz besonderes Werk geschaffen. Eigentlich umfasst das Buch zwei eigenständige Bücher. Während andere „Zwei-Epochen-Geschichten“ ineinander verschlungen erzählt werden und die Gegenwart meist nur die Rahmenhandlung für die Vergangenheit darstellt, erzählt die Autorin hier beide Geschichten nacheinander. Jeder Teil ist in sich abgeschlossen – auch wenn der Plot um Sarah auch in der Handlung um Rahel weiterhin eine Rolle spielt.

Besonders begeistert hat mich hier der Schreibstil der Autorin. Im ersten Teil des Buches – im Plot um Sarah – erweckt sie das Ägypten der 20er Jahre zu neuem Leben. Der Leser sieht förmlich die Menschen der damaligen Zeit vor sich, hat die Gerüche auf dem Basar fast schon in der Nase und erlebt die Ausgrabung des Grabes von Tutanchamun fast schon live mit. Für mich war insbesondere dieser Teil ein  wahres Kopfkino. Auch wenn ich noch nie in Ägypten war, so meinte ich fast, ich wäre bereits dort.

Der zweite Teil wirkt hingegen nüchterner auf den Leser, was aber daran liegen mag, dass man sich über den größten Teil hinweg im Berlin oder England des 21. Jahrhunderts befindet. Auffällig ist hier allerdings der starke humorige Anteil des Buches, der vor allem durch die Einführung des Charakters Falk zutage tritt.

Besonders sein Humor und seine lustigen Sprüche haben für mich nicht nur einmal die Spannung gelockert und mich zum Lachen gebracht. Während auch schon bereits sehr viel Spannung im ersten Teil liegt, nimmt für mich der Spannungsbogen im zweiten Teil noch mehr zu. Ich hatte den Eindruck, dass die Geschichte um Rahel noch rasanter erzählt wird und dem Leser auch noch mehr Möglichkeiten zum Miträtseln bietet, da noch mehr potentielle Verdächtige angeboten werden.

Ein großes Gewicht erhält hier auch der christliche Glaube und seine Werte. Eine besonders eindrucksvolle Stelle ist für mich diese hier: „Wenn Menschen dich enttäuschen und dir wehtun, dich verlassen oder Unmögliches von dir fordern und du das Gefühl hast, völlig allein dazustehen, dann hast Du in Gott einen Beistand an deiner Seite. Liebend, tröstend und vergebend.“ (Skarabäus und Schmetterling, S. 254) Elisabeth Büchle zeigt in ihrem Roman auf, wie der Glaube auch in ausweglosen und gefährlichen Situationen helfen kann, mutig den Schwierigkeiten die Stirn zu bieten und die zarten Schmetterlingsflügel trotz eines gewaltigen Sturms zu entfalten und loszufliegen.

Auch Leser, die den Vorgängerband „Das Mädchen aus Herrnhut“ nicht gelesen haben, können der Geschichte um Rahel und ihre Freunde wunderbar folgen – so ging es zumindest mir, da ich den ersten Band um Rahel auch nicht gelesen hatte.

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Das Buch wurde mit einem Augenzwinkern geschrieben und stellt nicht unbedingt den klassisch-historischen Roman oder Krimi dar. Dennoch überzeugt die Spannung, der Humor, die Romantik und der wunderbare, plastische Schreibstil der Autorin wieder einmal. Ich vergebe daher dem Buch fünf Sterne.

Elisabeth Büchle: „Skarabäus und Schmetterling“, Gerth Medien, 2015, 576 S., 17,99 €. Das Buch kann hier erworben werden.